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180.000 Dönertüten: IHK OWL setzt auf ungewöhnliche Berufswerbung

Hinweis: Das Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erzeugt.

Werbung für die duale Ausbildung findet sich auf Plakaten, in Schulen und auf Messen. Die IHK Ostwestfalen zu Bielefeld geht einen anderen Weg: Sie nutzt Dönertüten als Werbefläche. 180.000 bedruckte Tüten wurden an 45 Imbisse in der Region verteilt, darunter auch im Kreis Minden-Lübbecke.

Werbung dort, wo junge Menschen sind

Der Gedanke hinter der Aktion ist einfach. Dönerimbisse sind beliebte Treffpunkte für Jugendliche und junge Erwachsene. Wer dort eine Tüte in der Hand hält, soll gleichzeitig eine Botschaft über Ausbildungsmöglichkeiten lesen. Die IHK setzt damit auf Reichweite im Alltag der Zielgruppe.

In der Region Ostwestfalen-Lippe gibt es rund 250 anerkannte Ausbildungsberufe in kaufmännischen und gewerblich-technischen Bereichen. Die Kammer möchte zeigen, dass eine Berufsausbildung konkrete Perspektiven bietet. Betriebe in der Region suchen Nachwuchs. Die Aktion soll beide Seiten zusammenbringen.

Fachkräftemangel als Antrieb

Der Hintergrund der Kampagne ist ernst. Viele Ausbildungsplätze in Ostwestfalen-Lippe bleiben unbesetzt. Gleichzeitig suchen Jugendliche oft länger als nötig nach ihrer Berufsperspektive. Die IHK versucht, diese Lücke zu schließen.

Die duale Ausbildung gilt als zentrales Instrument zur Fachkräftesicherung. Betriebe bilden aus und decken damit ihren eigenen Bedarf. Für Jugendliche bedeutet eine Ausbildung ein geregeltes Einkommen von Beginn an, mit klaren Aufstiegswegen bis hin zum Meister oder Studium.

Kreative Ansätze werden wichtiger

Klassische Berufsberatung allein reicht vielen Kammern nicht mehr aus. Die IHK Ostwestfalen setzt deshalb auf unkonventionelle Kanäle. Die Dönertüten-Aktion ist ein Beispiel dafür, wie Institutionen neue Wege gehen, um ihre Zielgruppe zu erreichen.

Gerade in Regionen wie Minden-Lübbecke, wo Mittelstand und Handwerk stark vertreten sind, brauchen Betriebe dringend Auszubildende. Die Kampagne richtet sich an Schülerinnen und Schüler, aber auch an Eltern. Sie haben bei der Berufswahl ihrer Kinder oft erheblichen Einfluss.

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Fazit

Die Dönertüten-Aktion der IHK Ostwestfalen ist ungewöhnlich, aber konsequent gedacht. Sie sucht junge Menschen dort auf, wo sie sich aufhalten, nicht dort, wo Institutionen sie erwarten. Ob 180.000 Tüten zu spürbaren Bewerberzahlen führen, wird sich zeigen. Der Ansatz zeigt jedenfalls, dass klassische Berufswerbung allein den Anforderungen des Ausbildungsmarkts nicht mehr gerecht wird.

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