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2G Energy aus Heek expandiert mit Zukauf ins Ausland

Der Blockheizkraftwerk-Hersteller 2G Energy aus Heek im Münsterland übernimmt ein belgisches Unternehmen. Damit setzt der westfälische Mittelständler seine Expansionsstrategie fort. Das Unternehmen positioniert sich als Komplettanbieter für dezentrale Energieversorgung.

Wachstum durch gezielte Zukäufe

2G Energy wurde 1995 gegründet. Heute gehört das Unternehmen aus dem Kreis Borken zu den international führenden Herstellern von Blockheizkraftwerken. Die Anlagen liefern Strom und Wärme in einem Prozess. Die elektrische Leistung reicht von 20 Kilowatt bis 4.500 Kilowatt. Das Kundenspektrum ist breit: Es reicht vom Landwirt bis zur Großindustrie.

Die Übernahme des belgischen Unternehmens ist nicht der erste Zukauf dieser Art. In der Vergangenheit übernahm 2G Energy bereits den niederländischen Wärmepumpen-Hersteller NRGTEQ. Dessen Produktion wurde schrittweise nach Heek verlagert. Auch die HJS Motoren GmbH aus Amtzell in Baden-Württemberg gehört inzwischen vollständig zum Konzern. Zunächst hatte 2G Energy dort 50 Prozent der Anteile erworben, später folgte die vollständige Übernahme.

Strategie: Dezentrale Energie aus einer Hand

Das Ziel hinter dieser Akquisitionsstrategie ist klar. 2G Energy will sich als Komplettanbieter für dezentrale Energieversorgungskonzepte etablieren. Blockheizkraftwerke, Wärmepumpen und Serviceleistungen sollen aus einer Hand kommen. Die Übernahme des belgischen Unternehmens passt in dieses Bild.

Dezentrale Energieversorgung bedeutet: Strom und Wärme werden dort erzeugt, wo sie gebraucht werden. Große zentrale Kraftwerke und lange Übertragungswege entfallen. Das senkt Verluste und erhöht die Versorgungssicherheit. Für Industrie, Gewerbe und Kommunen ist das ein attraktives Modell.

Neue Führung ab 2025

Parallel zur Expansion steht bei 2G Energy ein Führungswechsel an. Unternehmensgründer Christian Grotholt zieht sich nach rund 30 Jahren aus dem operativen Geschäft zurück. Er wechselt in den Aufsichtsrat. Pablo Hofelich, bisher Chief Sales Officer, rückt mit der Hauptversammlung 2025 in den Vorstand auf. Er übernimmt den Vorstandsvorsitz. Das Unternehmen signalisiert damit Kontinuität im Wachstumskurs.

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Starke Zahlen, klare Ziele

Analysten bescheinigen 2G Energy solide Perspektiven. Die Unternehmensziele gelten als gut erreichbar. Konkrete Umsatz- oder Gewinnzahlen aus der aktuellen Berichtsperiode lagen zum Redaktionsschluss nicht vor. Das Unternehmen ist börsennotiert und unterliegt den entsprechenden Transparenzpflichten.

Die Nachfrage nach effizienten Energielösungen bleibt hoch. Unternehmen suchen nach Wegen, ihre Energiekosten zu senken und unabhängiger von öffentlichen Netzen zu werden. Blockheizkraftwerke bieten genau das. Sie können mit Erdgas, Biogas oder Wasserstoff betrieben werden. Das macht sie flexibel und zukunftsfähig.

Westfälischer Mittelstand mit internationalem Anspruch

2G Energy zeigt, was westfälische Familienunternehmen leisten können. Vom Standort Heek aus bedient das Unternehmen Kunden weltweit. Die Übernahmen in den Niederlanden, in Deutschland und nun in Belgien folgen einer klaren Logik: Technologiekompetenz bündeln, Servicenetz ausbauen, Marktanteile sichern.

Für den Standort Heek sind solche Zukäufe auch eine gute Nachricht. Produktion und Entwicklung bleiben im Münsterland verankert. Die Verlagerung der NRGTEQ-Produktion nach Heek hat das gezeigt.

Fazit

2G Energy aus Heek ist ein Paradebeispiel für erfolgreichen westfälischen Mittelstand. Die Übernahme des belgischen Unternehmens ist kein Selbstzweck. Sie folgt einer konsistenten Strategie. Dezentrale Energie aus einer Hand, internationale Reichweite, solide Basis im Münsterland: Das ist das Modell, mit dem 2G Energy weiter wachsen will. Mit dem bevorstehenden Führungswechsel und einem starken Produktportfolio ist das Unternehmen dafür gut aufgestellt.

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