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8.000 Quadratmeter: Mülheim wächst am Hafen

An der Ruhrorter Straße in Mülheim an der Ruhr hat ein neuer Gewerbepark eröffnet. Auf 8.000 Quadratmetern sind moderne Gewerbeflächen entstanden. Der Standort liegt direkt am Rhein-Ruhr-Hafen im Stadtteil Speldorf.

Gemischte Nutzung als Konzept

Der neue Komplex richtet sich an ein breites Nutzerspektrum. Unternehmen aus dem Bereich Lebensmittelimport haben sich dort ebenso angesiedelt wie Anbieter aus dem Gesundheits- und Wellnessbereich. Der Hafen zieht damit keine klassische Industrieansiedlung an. Gefragt sind kleinteilige, dienstleistungsnahe Gewerbeeinheiten.

Diese Mischung ist kein Zufall. Hafenlagen in Städten des Ruhrgebiets wandeln sich seit Jahren. Schwere Industrie weicht, neue Nutzer kommen. Mülheim setzt diesen Trend nun mit konkreten Quadratmetern um.

Der Rhein-Ruhr-Hafen als Entwicklungsstandort

Der Rhein-Ruhr-Hafen ist ein Binnenhafen am Unterlauf der Ruhr. Er liegt zwischen Ruhr-Kilometer 8,5 und 9,5, links des Ruhrschifffahrtskanals. Über die Ruhrschleuse Raffelberg ist er mit dem Rhein-Herne-Kanal verbunden. Die Wasseranbindung macht den Standort logistisch attraktiv.

Die Stadt Mülheim hat den Hafen seit Jahren als Entwicklungsfläche im Blick. Im Rahmen des Stadtentwicklungsprogramms Ruhrbania wurden Grundstücke im Hafenbereich erworben. Über einen Planungswettbewerb wurde ein Entwurf erarbeitet, der die künftige Entwicklung des Areals leiten soll. Der neue Gewerbepark ist ein sichtbares Ergebnis dieser Strategie.

Ruhrbania: Rahmen für den Wandel

Das Programm Ruhrbania umfasst mehrere Standorte in Mülheim: den Gewerbepark Styrum, den Siemens-Technopark und den Industriepark Mannesmann. All diese Flächen werden schrittweise neuen Nutzungen zugeführt. Der Rhein-Ruhr-Hafen ist dabei ein zentraler Baustein.

Siemens zog bereits aus dem früheren Technopark an der Mellinghofer Straße in den Mülheimer Hafen um. Der frei gewordene Standort wurde mit Unterstützung der Mülheimer Wirtschaftsförderung neu vermarktet. Diese aktive Rolle der Wirtschaftsförderung ist für die gesamte Hafenentwicklung typisch.

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Was die Lage bietet

Die Ruhrorter Straße liegt verkehrsgünstig. Der Hafen hat Zugang zu Wasserstraßen und ist über das Straßennetz gut erreichbar. Für Unternehmen aus dem Logistik- und Importbereich sind das relevante Standortfaktoren.

Der Standort profitiert von der Nähe zur Stadt. Mülheim an der Ruhr grenzt an Duisburg, Essen und Oberhausen, das Einzugsgebiet ist groß. Für Dienstleister und publikumsnahe Betriebe zählt das.

Kleinteilige Gewerbeflächen gefragt

Der Neubau zeigt, was der Markt verlangt. Großflächige Industriehallen sind nicht das Modell. Gefragt sind flexible, moderne Einheiten für kleinere und mittlere Betriebe. Das Ruhrgebiet hat lange mit dem Erbe der Schwerindustrie gekämpft. Solche Projekte zeigen einen anderen Weg.

Für Mülheim ist der neue Gewerbepark ein Signal. Die Stadt kämpft wie viele Ruhrgebietskommunen mit strukturellen Haushaltsproblemen. Neue Gewerbeflächen bedeuten neue Gewerbesteuereinnahmen. Das Interesse der Stadt an einer erfolgreichen Vermarktung ist deshalb nicht nur städtebaulich begründet.

Fazit

Der Gewerbepark an der Ruhrorter Straße ist ein konkretes Ergebnis jahrelanger Planungsarbeit. Mülheim nutzt seinen Hafen als Wirtschaftsfläche. Die Mischung der Mieter zeigt, wie sich Gewerbestandorte an Wasserlagen heute positionieren. Ob das Modell trägt, wird sich an der Auslastung messen lassen.

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