Altana aus Wesel setzt auf Wachstum am Heimatstandort
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Der Weseler Spezialchemiekonzern Altana wächst und investiert. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen für die deutsche Chemiebranche steigert das Unternehmen Umsatz und Gewinn. Der Vorstand bekennt sich zum Standort Deutschland und kündigt weiteren Ausbau in Wesel an.
Wachstum trotz schwieriger Branchenlage
Die Chemieindustrie in Deutschland kämpft mit hohen Energiekosten und internationaler Konkurrenz. Viele Konzerne investieren hierzulande allenfalls noch in den Bestand. Altana geht einen anderen Weg. Das Unternehmen meldet Zuwächse in allen wichtigen Regionen. In den USA legt Altana besonders stark zu: Das Plus beträgt dort 19 Prozent. Auch in Europa und Asien verzeichnet der Konzern Wachstum. Am Heimatstandort Deutschland steigt der Umsatz um 6 Prozent.
Altana stellt Spezialchemikalien für Kunststoffe, Lacke, Verpackungen und die Energiewirtschaft her. Das Produktportfolio richtet sich an Industriekunden weltweit. Die Spezialisierung auf Nischenmärkte verschafft dem Unternehmen Preissetzungsmacht und schützt vor direktem Preiskampf.
Bekenntnis zum Standort Wesel
Am Konzernsitz in Wesel beschäftigt Altana mehr als 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Vorstand macht deutlich, dass der Standort strategisch wichtig bleibt. Der Konzern erweitert dort seine Fertigungskapazitäten. Die Botschaft aus der Unternehmensführung ist eindeutig: Wettbewerbsfähige Produktion in Deutschland ist möglich.
Damit unterscheidet sich Altana merklich von Teilen der Branche. Große Chemiekonzerne haben in den vergangenen Jahren Produktionskapazitäten ins Ausland verlagert oder Werke in Deutschland geschlossen. Altana baut seinen Hauptsitz in Wesel aus.
Familienunternehmen mit starkem Rückhalt
Altana gehört der Familie Klatten, die auch eine bedeutende Beteiligung an BMW hält. Als Familienunternehmen ist Altana nicht den Quartalszwängen eines börsennotierten Konzerns ausgesetzt, was langfristige Investitionsentscheidungen erleichtert.
Altana wurde 1977 durch Ausgliederung von Unternehmensteilen aus dem VARTA-Konzern gegründet. Heute ist das Unternehmen ein eigenständiger Spezialchemiekonzern mit globalem Geschäft. Der Konzernsitz in Wesel am Niederrhein blieb stets das Zentrum der Unternehmensaktivitäten.
Investition in die Zukunft des Standorts
Der Ausbau der Produktion in Wesel ist kein Einzelschritt. Das Unternehmen verfolgt eine klare Strategie: Wachstum im Ausland vorantreiben und gleichzeitig den deutschen Stammsitz stärken. Diese Kombination ist in der deutschen Chemiebranche derzeit selten.
Für die Region Niederrhein ist Altana ein wichtiger Arbeitgeber. Mehr als 1.000 Arbeitsplätze direkt am Standort Wesel bedeuten erhebliche Kaufkraft und Steuereinnahmen für die Kommune.
Fazit
Altana zeigt, dass erfolgreiche Chemieproduktion in Deutschland möglich ist. Das Weseler Familienunternehmen wächst, investiert und bekennt sich zum Heimatstandort. Das ist in einer Branche, die mit Verlagerungen und Stellenabbau kämpft, eine klare Ausnahme.



