Forschung

AuMKI-Stiftung: Privatleute fördern KI-Forschung an FH Münster

Annegret und Manuel Krautwurst haben ihr privat aufgebautes Vermögen genutzt, um Studierende der FH Münster zu fördern. Über die Stiftungsgemeinschaft der Kreissparkasse Steinfurt gründeten sie die AuMKI-Stiftung. Der Name steht für die Anfangsbuchstaben der Stifter und für Künstliche Intelligenz. Das Ziel ist klar: Studierende, die sich mit KI-Entwicklungen auseinandersetzen, sollen konkrete Unterstützung erhalten.

Vermögen ohne Erben sinnvoll einsetzen

Hinter der Stiftungsgründung steht eine persönliche Entscheidung. Das Ehepaar Krautwurst hat kein eigenes Kinder. Die Frage, wie das aufgebaute Vermögen sinnvoll weitergegeben werden kann, führte zu einem ersten Gespräch mit der FH Münster. Aus diesem Kontakt entwickelte sich über mehrere Monate ein konkretes Konzept. Das Ergebnis ist die AuMKI-Stiftung, die nun dauerhaft Bestand haben soll.

Die Abwicklung erfolgt über die Stiftungsgemeinschaft der Kreissparkasse Steinfurt. Diese Konstruktion ermöglicht es Privatpersonen, eine eigene Stiftung zu errichten, ohne den gesamten organisatorischen Aufwand allein tragen zu müssen. Für kleinere und mittlere Vermögen ist das ein praktikabler Weg.

Förderung in vier Fachbereichen

Die AuMKI-Stiftung richtet sich an Studierende in vier Bereichen: Gesundheit, Soziales, Wirtschaft und Technik. Gefördert werden Studierende, die sich in ihrem Studium mit den Entwicklungen rund um Künstliche Intelligenz befassen. Konkrete Anwendungsfelder stehen dabei im Mittelpunkt, nicht abstrakte Theorie.

Die FH Münster beschäftigt sich seit einigen Jahren intensiv mit dem Thema KI in Lehre und Studium. Chancen und Risiken von KI-Werkzeugen für das Lernen, Lehren und Prüfen sind feste Bestandteile des akademischen Diskurses. Die neue Stiftung ergänzt dieses Engagement durch private Mittel.

KI als Querschnittsthema an Hochschulen

Der Umgang mit generativer Künstlicher Intelligenz beschäftigt Hochschulen in ganz Nordrhein-Westfalen. Die Kompetenzplattform KI.NRW, initiiert von Landesministerien und dem Fraunhofer IAIS, koordiniert viele dieser Aktivitäten auf Landesebene. Einzelne Hochschulen entwickeln eigene Konzepte, wie KI sinnvoll in Studium und Forschung eingebunden werden kann. Privatengagement wie das der Familie Krautwurst ergänzt die öffentliche Förderung auf lokaler Ebene.

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Stiftungsmodell als Vorbild für den Mittelstand

Das Modell, das Annegret und Manuel Krautwurst gewählt haben, ist auch für andere Unternehmer und Privatpersonen relevant. Wer Vermögen aufgebaut hat und keine direkten Erben hat, steht vor einer ähnlichen Frage. Stiftungsgemeinschaften regionaler Sparkassen bieten einen strukturierten Rahmen. Sie übernehmen Verwaltung und rechtliche Absicherung. Der Stifter legt den inhaltlichen Zweck fest.

Für den Mittelstand in NRW ist dieses Modell besonders interessant. Viele Familienunternehmen stehen vor der Herausforderung der Nachfolge. Nicht immer gibt es geeignete Erben oder Käufer. Eine Stiftungslösung kann einen Teil des Lebenswerks dauerhaft sichern und gesellschaftlich wirksam machen.

Fazit

Die AuMKI-Stiftung zeigt, wie privates Engagement gezielt Lücken in der Hochschulförderung schließen kann. Annegret und Manuel Krautwurst haben einen konkreten Weg gewählt: regional verankert, thematisch fokussiert und dauerhaft angelegt. Für Studierende der FH Münster entsteht damit eine neue Förderquelle für ein Thema, das die Arbeitswelt grundlegend verändert. Und für andere Vermögensinhaber ohne Nachfolger liefert das Ehepaar aus dem Kreis Steinfurt ein anschauliches Beispiel, wie Vermögen gesellschaftlich wirksam weitergegeben werden kann.

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