Ausbildungsoffensive: HWK und IHK werben beim NRW-Tag in Münster
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Münster wird vom 28. bis 30. August 2026 Austragungsort des NRW-Tags, dem größten Landesfest Nordrhein-Westfalens. Das Fest feiert den 80. Geburtstag des Bundeslandes. Handwerkskammern und Industrie- und Handelskammern aus NRW nutzen die Veranstaltung für eine gemeinsame Botschaft: Ausbildung lohnt sich.
Zwei Kammern, ein Auftritt
HWK und IHK präsentieren sich beim NRW-Tag in Münster Seite an Seite. Die Organisationen wollen jungen Menschen Lust auf die berufliche Ausbildung machen. Beide Kammern suchen seit Jahren nach Nachwuchs. Der Fachkräftemangel trifft Handwerk und Industrie gleichermaßen hart.
Die Kooperation der beiden Wirtschaftsorganisationen hat in NRW Tradition. Erst kürzlich warben HWK Dortmund und IHK zu Dortmund gemeinsam vor der Kommunalwahl für starke Kommunen und starke Betriebe. Auch beim Thema Infrastruktur ziehen beide an einem Strang. IHK Nord Westfalen und HWK Münster begrüßten gemeinsam die Resolution des Rates zum Ausbau der B 51 zwischen Münster und Telgte.
Ausbildung im Mittelpunkt des Messeauftritts
Beim NRW-Tag treten die Kammern gezielt mit Blick auf Ausbildungsberufe auf. Themenmeilen, Bühnen und Aktionsflächen verteilen sich über die gesamte Innenstadt Münsters. Hunderttausende Besucher werden erwartet, was den Kammern die Möglichkeit gibt, ein breites Publikum zu erreichen.
Volksfeste für Ausbildungswerbung zu nutzen ist für die NRW-Kammern nicht neu. Beim Azubi-Speed-Dating in der Düsseldorfer Merkur-Spiel-Arena kamen 180 Firmen und Ausbildungsorganisationen mit rund 1.500 jungen Interessenten zusammen. Das Event war das größte seiner Art in Deutschland.
Festivalstimmung und Wirtschaftsthemen
Das Programm des NRW-Tags geht weit über Wirtschaftsthemen hinaus. Ministerpräsident Hendrik Wüst hat seinen Besuch angekündigt. Auch Comedian Atze Schröder und Rapper Zartmann treten auf. Auf dem Domplatz findet wieder eine Silent Disco statt: 10.000 Kopfhörer, drei Musikkanäle und eine große Tanzfläche.
In diesem Rahmen platzieren HWK und IHK ihr Angebot. Wer junge Menschen ansprechen will, muss dort sein, wo sie feiern.
Fachkräftemangel bleibt drängend
Das Handwerk in NRW sucht dringend Auszubildende. Viele Betriebe bleiben auf offenen Lehrstellen sitzen. Gleichzeitig entscheiden sich viele Schulabgänger für ein Studium statt für eine Ausbildung.
Genau hier setzt die gemeinsame Kampagne an. Handwerk und Industrie zeigen: Auch ohne Studium gibt es attraktive Karrierewege. Wer eine Ausbildung abschließt, kann Meister werden, einen Betrieb übernehmen oder sich selbstständig machen.
Kammern als Partner der Wirtschaft
Beim gemeinsamen Auftritt in Münster sprechen HWK und IHK mit einer Stimme, wenn es um die Zukunft des Wirtschaftsstandorts geht. Einheitliche Positionen haben mehr Gewicht gegenüber Politik und Öffentlichkeit. Das gilt für Infrastrukturprojekte ebenso wie für Bildungsthemen.
Fazit
HWK und IHK nutzen den NRW-Tag in Münster, um für Ausbildung zu werben. Der Fachkräftemangel betrifft Handwerk und Industrie gleichermaßen. Wer dafür gemeinsam wirbt, hat bessere Chancen, gehört zu werden.



