Unternehmen aus NRW

CemeCon aus Würselen: Weltmarktführer mit 240 Mitarbeitern

Am Aachener Kreuz, mitten in Nordrhein-Westfalen, sitzt ein Unternehmen, das weltweit Maßstäbe setzt. Die CemeCon AG aus Würselen beschichtet Präzisionswerkzeuge mit synthetischen Diamantschichten. Das klingt nach Nischentechnologie. Tatsächlich braucht fast jede Industriebranche diese Produkte.

Vom Gründer-Unternehmen zur Aktiengesellschaft

Dr. Toni Leyendecker gründete CemeCon im Jahr 1986. Was als kleines Technologieunternehmen begann, ist heute eine Aktiengesellschaft mit 240 Mitarbeitern am Stammsitz in Würselen. Das Unternehmen betreibt dort das weltweit größte Beschichtungszentrum seiner Art.

Der Weg dahin war schrittweise. Im Jahr 1998 verlegte CemeCon den Produktionsbereich Diamant nach Würselen. Im selben Jahr gründete das Unternehmen eine Tochtergesellschaft in den USA. Im Jahr 2000 folgte die Einführung der CCDia-Produktionslinie. Diese Entscheidungen legten das Fundament für die heutige Marktstellung.

Heute hat CemeCon Standorte auf mehreren Kontinenten. Das Unternehmen ist seit rund vier Jahrzehnten aktiv und hat sich konsequent internationalisiert.

Diamanten für die Industrie

Was CemeCon genau herstellt

CemeCon beschichtet Präzisions-Zerspanwerkzeuge. Dabei kommen zwei Verfahren zum Einsatz: die Diamantbeschichtung und die sogenannte HiPIMS-Technologie, eine besondere Form der PVD-Beschichtung. Bei beiden Verfahren ist CemeCon Technologieführer.

Die Diamantbeschichtung macht Werkzeuge härter und langlebiger. Entscheidend war die Entwicklung glatter Diamantschichten. Diese Innovation machte CemeCon zum Weltmarktführer in diesem Segment.

Welche Branchen profitieren

Beschichtete Werkzeuge ermöglichen die Bearbeitung moderner Werkstoffe. Dazu gehören glasfaserverstärkte Kunststoffe, Magnesium und Aluminium. Diese Materialien sind in der Luft- und Raumfahrtindustrie sowie im Automobilbau längst Standard.

Ohne hochwertige Werkzeugbeschichtungen wäre die wirtschaftliche Bearbeitung dieser Materialien kaum möglich. CemeCon liefert damit eine Schlüsseltechnologie für zentrale Industriezweige.

Globales Wachstum unter neuer Führung

CemeCon hat zuletzt einen Führungswechsel vollzogen. Unter dem neuen CEO setzt das Unternehmen auf weiteres globales Wachstum. Die Strategie ist klar: Die Marktführerschaft bei Diamantbeschichtungen ausbauen und die Technologieführerschaft bei HiPIMS-Beschichtungen festigen.

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Das Unternehmen engagiert sich auch im Fachkräfte-Umfeld. CemeCon unterstützt unter anderem den internationalen Wettbewerb GRINDER OF THE YEAR. Damit positioniert sich das Unternehmen als Akteur in der Facharbeiter-Community.

Ein Mittelständler mit globaler Wirkung

CemeCon ist ein typisches Beispiel für den deutschen Mittelstand: familiengeprägtes Unternehmen, spezialisiertes Know-how, globale Reichweite. Solche Betriebe werden oft als Hidden Champions bezeichnet. Sie sind in ihrem Segment weltweit führend, aber außerhalb der Fachwelt wenig bekannt.

Für Nordrhein-Westfalen ist CemeCon ein Musterbeispiel. Das Unternehmen zeigt, was im industriellen Mittelstand möglich ist: technologische Spitzenleistung aus dem Kreis Aachen für Kunden auf mehreren Kontinenten.

Fazit

CemeCon aus Würselen hat sich in vier Jahrzehnten vom Start-up zum Weltmarktführer entwickelt. Mit 240 Mitarbeitern, dem größten Beschichtungszentrum weltweit und Standorten auf mehreren Kontinenten steht das Unternehmen für das Potenzial des NRW-Mittelstands. Die Technologie ist unsichtbar klein, ihre Wirkung in der globalen Industrie ist jedoch erheblich.

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