Certuss in Krefeld stellt acht neue Azubis ein
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Acht neue Auszubildende starten bei Certuss in Krefeld. Das ist keine Selbstverständlichkeit. In Nordrhein-Westfalen streichen derzeit viele Unternehmen Ausbildungsplätze. Der Krefelder Hersteller von Dampferzeugern geht einen anderen Weg.
Bewusste Entscheidung gegen den Trend
Die Lage auf dem Ausbildungsmarkt in NRW ist angespannt. Betriebe aller Branchen reduzieren ihre Ausbildungskapazitäten. Arbeitsminister Karl-Josef Laumann hat zuletzt ausdrücklich an Unternehmen appelliert, trotzdem auszubilden. Certuss folgt diesem Aufruf.
Das Unternehmen ist auf die Herstellung von Dampferzeugern spezialisiert. Dampferzeuger liefern Prozesswärme für Industrie, Gewerbe und öffentliche Einrichtungen. Die Technologie gilt als relevant für die Energiewende, auch im Bereich Wasserstoff. Krefeld selbst arbeitet nach vorliegenden Berichten an einem Einstieg ins Wasserstoff-Zeitalter.
Fachkräftesicherung als Unternehmensstrategie
Wer heute nicht ausbildet, hat morgen ein Fachkräfteproblem. Diese Logik treibt Certuss an. Acht junge Menschen beginnen ihre Berufsausbildung im Unternehmen. Certuss investiert damit in eigenen Nachwuchs, statt künftig auf dem leeren Fachkräftemarkt zu suchen.
Für die Auszubildenden bedeutet das: Sie starten in ein Unternehmen, das trotz wirtschaftlichem Gegenwind auf Wachstum setzt.
Krefeld als Industriestandort unter Druck
Krefeld ist eine Industriestadt am Niederrhein mit rund 230.000 Einwohnern. Die Stadt trägt den Beinamen Seidenstadt. Ihre wirtschaftliche Basis reicht heute weit über die textile Tradition hinaus. Metallverarbeitung, Maschinenbau und Chemieindustrie prägen den Standort.
Doch auch Krefeld spürt die allgemeine Konjunkturschwäche. Unternehmen aller Größen kämpfen mit gestiegenen Energiekosten, schwächerer Nachfrage und Lieferkettenproblemen. Vor diesem Hintergrund geht die Entscheidung von Certuss über den Einzelfall hinaus.
Ausbildungsmarkt NRW: Zahlen gehen zurück
Der Rückgang bei Ausbildungsplätzen in NRW ist messbar. Immer weniger Betriebe bilden aus. Das trifft vor allem kleinere Unternehmen, die unter wirtschaftlichem Druck zuerst an nicht unmittelbar produktiven Bereichen sparen. Ausbildung gehört dazu. Die Folgen zeigen sich erst mit Verzögerung, dann aber deutlich.
Unternehmen wie Certuss, die gegensteuern, stützen damit die regionale Berufsausbildung über ihre eigene Betriebswirtschaft hinaus.
Ein Zeichen aus Krefeld
Certuss zeigt, dass Ausbildung auch in schwierigen Zeiten möglich ist. Acht neue Azubis sind keine große Zahl, aber ein konkretes Bekenntnis zum Standort Krefeld und zum dualen Ausbildungssystem. Andere Unternehmen in NRW könnten dieses Beispiel aufgreifen.



