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Circular Economy Strategie NRW: Eckpunkte vorgelegt, Konsultation startet

Die Kreislaufwirtschaft sichert in Nordrhein-Westfalen bereits heute über 240.000 Arbeitsplätze – und die Zahl steigt stetig.

Das ist eine gewaltige Grundlage, auf der das Land jetzt aufbaut. Die Landesregierung hat einen entscheidenden Schritt gemacht und die grundlegenden Leitlinien für ein neues Konzept vorgelegt.

Die öffentliche Beteiligungsphase dazu beginnt am 15. Januar 2026. Bis zum 15. Februar 2026 hast du die Chance, deine Stimme einzubringen.

Ob du ein Unternehmen führst, in einem Verband arbeitest, für eine NGO tätig bist oder in einer Kommune Verantwortung trägst – dein Wissen ist gefragt. Gemeinsam wird der Plan geschmiedet.

Das Ziel ist klar: Die Kreislaufwirtschaft soll zum Motor für frische Ideen, neue Produkte und zusätzliche Wertschöpfung werden. So stärkst du die Position deines Betriebs im internationalen Wettbewerb.

Der wirtschaftliche Nutzen ist bereits messbar. Über 240.000 gesicherte Jobs zeigen die Kraft dieses Ansatzes. Dieser Beitrag wird noch größer werden.

Wirtschaftlicher Erfolg und der Schutz unseres Klimas sind kein Widerspruch. Sie können sich gegenseitig vorantreiben, wie die zuständigen Ministerinnen und Minister betonen.

Nordrhein-Westfalen will sich zu einem führenden Zentrum und einer wichtigen Drehscheibe für geschlossene Materialkreisläufe in Europa entwickeln.

Besonders im Blick sind Branchen wie die Chemie, Baustoffe, Metall, Kunststoffe, der Maschinenbau und Elektrogeräte. Die Unabhängigkeit von teuren Rohstoffimporten und der sparsame Umgang mit Ressourcen stehen im Mittelpunkt.

Schlüsselerkenntnisse

  • Die Landesregierung hat die grundlegenden Leitlinien für eine Kreislaufwirtschaftsstrategie vorgelegt.
  • Die öffentliche Beteiligungsphase läuft vom 15. Januar bis zum 15. Februar 2026.
  • Unternehmen, Verbände, NGOs und Kommunen können ihr Fachwissen einbringen.
  • Die Strategie soll neue Geschäftsmodelle fördern und die internationale Wettbewerbsfähigkeit stärken.
  • Bereits heute sichert die Kreislaufwirtschaft über 240.000 Arbeitsplätze in NRW.
  • Wirtschaftlicher Erfolg und Klimaschutz verstärken sich gegenseitig.
  • NRW strebt an, ein führender europäischer Standort für geschlossene Materialkreisläufe zu werden.
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Grundlegende Konzepte der Kreislaufwirtschaft in NRW

Die Idee ist einfach: Was bisher als Abfall galt, wird zum wertvollen Rohstoff für neue Produkte. Dieses Prinzip prägt die neuen Leitlinien des Landes. Es geht darum, Materialien im Kreislauf zu halten.

Klare Zielsetzungen für Wirtschaft und Umwelt

Die Strategie verfolgt zwei Hauptziele. Sie will die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Wirtschaft stärken. Gleichzeitig soll sie Ressourcen schonen und das Klima schützen.

Diese Ziele verstärken sich gegenseitig. Eine widerstandsfähige Wirtschaft braucht sichere Rohstoffquellen. Sekundärrohstoffe wie aufbereitetes Silizium oder Vanadium reduzieren teure Importe.

Die Struktur der 14 Eckpunkte

Die grundlegenden Leitlinien bauen auf 14 festgelegten Punkten auf. Diese bilden das Gerüst für das weitere Vorgehen. Zentrale Elemente sind:

  • Ein verlässlicher rechtlicher Rahmen
  • Gezielte finanzielle Förderung
  • Der Ausbau von Partnerschaften
  • Konkrete Hilfen für Betriebe

Die öffentliche Hand soll mit gutem Beispiel vorangehen. Ihre Beschaffung wird künftig stärker kreislauforientierte Produkte nachfragen. So ergänzt der Plan die Vorgaben von EU und Bund um die spezifischen Bedürfnisse des Industriestandorts.

Circular Economy Strategie NRW: Eckpunkte vorgelegt, Konsultation startet

Zwei Ministerien bündeln ihre Kräfte, um den Wandel zur Kreislaufwirtschaft in Nordrhein-Westfalen voranzutreiben. Das Wirtschafts- und das Umweltressort haben gemeinsam diesen Plan entwickelt.

Wirtschaftsministerin Mona Neubaur betont: „In unserem Bundesland ist die Circular Economy Realität.“ Sie verweist auf mehr als 240.000 Jobs, die bereits heute gesichert sind.

Umweltminister Oliver Krischer ergänzt: „Wir schaffen einen Rahmen für den Wandel.“ Sein Ziel sind nachhaltige und ressourcenschonende Abläufe in der Wirtschaft.

Der Plan zielt darauf ab, teure Rohstoffimporte zu reduzieren. Neue Wertschöpfung soll entstehen. Dies nutzt sowohl der Umwelt als auch den Betrieben.

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Branchen-Schwerpunkt Konkrete Chance Beitrag zur Strategie
Chemische Industrie Rückgewinnung von Grundchemikalien Reduktion von Neuware-Importen
Kunststoffe Hochwertiges Recycling zu neuen Produkten Schließung von Stoffkreisläufen
Zirkuläres Bauen Wiederverwendung von Bauteilen und -materialien Ressourcenschonung im großen Maßstab
Maschinenbau & Elektrogeräte Langlebigkeit, Reparatur und Remanufacturing Verlängerung der Produktlebensdauer
Sekundärrohstoffwirtschaft Aufbereitung und Vermarktung von Sekundärrohstoffen Schaffung neuer lokaler Märkte

Die Landesregierung will Nordrhein-Westfalen zu einem führenden Standort in Europa machen. Die Transformation ist sowohl ein wirtschaftliches als auch ein umweltpolitisches Vorhaben.

Relevante Handlungsfelder und Kooperationen

Konkrete Programme und grenzüberschreitende Zusammenarbeit bilden das Rückgrat für die Verwirklichung der Kreislaufwirtschaft in Nordrhein-Westfalen. Die praktische Umsetzung ist bereits in vollem Gange.

Netzwerke und sektorale Zusammenarbeit

Förderinitiativen wie „Zirkuläre Produktion“ und „CircularCities“ treiben den Wandel voran. Sie unterstützen Betriebe, die Prototypen für Maschinen und Prozesse entwickeln. Auch Kommunen erhalten Hilfe für kreislauforientierte Stadtplanung.

International stärkt das Land Nordrhein-Westfalen seine Position. Mit Flandern und den Niederlanden wurde eine Vereinbarung getroffen. Gemeinsame Arbeitsgruppen in Chemie und Bauen fördern den Wissensaustausch.

Seit September 2025 koordiniert die neue Leitstelle Circular Economy bei NRW.Energy4Climate die Aktivitäten. Sie vernetzt Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Regionen.

Unterstützung zur Ressourcenschonung

Diese bestehenden Netzwerke sind entscheidend für einen sparsamen Umgang mit Materialien. Sie schaffen die Grundlage für einen breiten Dialog.

Die laufende Konsultation der Landesregierung baut darauf auf. Sie bindet Unternehmen und Verbände aktiv ein. So werden die Kooperationen weiter vertieft und ausgebaut.

Abschlussgedanken zur nachhaltigen Transformation

Bis zum 15. Februar 2026 hast du die einmalige Gelegenheit, deine praktischen Erfahrungen direkt einzubringen. Auf dem Landesportal „Beteiligung NRW“ kannst du dein Feedback zu den grundlegenden Leitlinien des Plans geben.

Deine Meinung fließt direkt in die weitere Ausarbeitung ein. Die finale Verabschiedung durch die Landesregierung ist für das erste Halbjahr 2026 geplant. Nur durch eine breite Mitwirkung entsteht ein tragfähiges Konzept für Wirtschaft und Gesellschaft.

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Die nachhaltige Transformation hin zu einer zirkulären Wirtschaftsweise ist ein langfristiges Ziel. Sie braucht den gemeinsamen Einsatz aller Beteiligten für wirtschaftliche Stärke und wirksamen Klimaschutz. Gestalte diesen lebendigen Prozess jetzt mit.

Link zur Online-Beteiligungsphase: https://beteiligung.nrw.de/portal/wirtschaft_nrw/beteiligung/themen/1019591?zugangscode=Fbg9bwae

FAQ

Worum geht es bei den vorgelegten Eckpunkten für das Land Nordrhein-Westfalen?

Die Landesregierung hat einen Entwurf mit 14 zentralen Leitsätzen veröffentlicht. Diese bilden die Grundlage für ein künftiges, umfassendes Programm. Ziel ist es, die regionale Industrie und das gesamte Wirtschaftssystem nachhaltiger und ressourcenschonender zu gestalten.

Wie kann die Öffentlichkeit an der Entwicklung mitwirken?

Ab sofort ist ein breit angelegtes Beteiligungsverfahren gestartet. Unternehmen, Verbände, Kommunen und Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, ihre Expertise und ihr Feedback einzubringen. Diese Konsultation soll sicherstellen, dass die finale Fassung praxisnah und wirksam ist.

Welche konkreten Bereiche werden durch die Strategie adressiert?

Die Handlungsfelder sind vielfältig und reichen vom nachhaltigen Bauen und der modernen Abfallwirtschaft über innovative Geschäftsmodelle bis hin zur Forschung. Ein besonderer Fokus liegt auf der Stärkung von Kooperationen zwischen verschiedenen Akteuren und Branchen im Land.

Welchen Nutzen hat das Vorhaben für den Klimaschutz?

Durch die konsequente Wiederverwendung von Materialien und Produkten werden wertvolle Rohstoffe gespart und Energieverbrauch gesenkt. Dies trägt direkt zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen bei und unterstützt die klimapolitischen Ziele des Landes.

Wer sind die wichtigsten Partner bei der Umsetzung?

Erfolg hängt von der Zusammenarbeit vieler ab. Neben der mittelständischen und großen Industrie sind Hochschulen, Forschungseinrichtungen, kommunale Betriebe und jede einzelne Bürgerin und Bürger gefragt. Gemeinsame Netzwerke spielen eine Schlüsselrolle.

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