Unternehmen aus NRW

DAX-Chefs verdienen 42-mal mehr als ihre Belegschaft

Hinweis: Das Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erzeugt.

DAX-Vorstände verdienten im Geschäftsjahr 2025 durchschnittlich rund 3,9 Millionen Euro. Das ist 42-mal so viel wie der Durchschnittsmitarbeiter in denselben Unternehmen. Das zeigt eine Auswertung von Aktionärsschützern, die am 13. August 2026 veröffentlicht wurde.

Millionengehälter an der Spitze

Besonders deutlich wird der Abstand bei den Vorstandsvorsitzenden. DAX-CEOs verdienten 2025 im Schnitt 6,1 Millionen Euro, fast doppelt so viel wie ihre Vorstandskollegen ohne Vorsitz. Deren Vergütung lag bei durchschnittlich 3,3 Millionen Euro. Zwei Konzernchefs überschritten laut der Auswertung die Marke von 10,9 Millionen Euro.

Spitzenverdiener im DAX ist SAP-Chef Christian Klein. Auch andere Vorstände großer Konzerne erhielten 2025 erneut mehr Geld als im Vorjahr. Für NRW relevant: Unternehmen wie Bayer, RWE und Rheinmetall gehören zum DAX und haben ihren Sitz im Land.

NRW-Konzerne im Fokus

Nordrhein-Westfalen ist Heimat mehrerer DAX-Schwergewichte. Die Vergütungsstrukturen dieser Unternehmen folgen dem bundesweiten Muster. Hohe Fixgehälter werden durch Boni und langfristige Aktienprogramme ergänzt. Die Gesamtvergütung hängt stark von der Unternehmensperformance ab.

Der Gehaltsabstand zwischen Chefetage und Belegschaft ist kein neues Phänomen. Bereits 2017 verdienten DAX-Vorstände im Schnitt 71-mal so viel wie ihre Mitarbeiter. Dieser Wert sank in den Folgejahren, lag zuletzt aber bei 42. In absoluten Zahlen stiegen die Vergütungen an der Spitze dennoch weiter.

Was das für den Mittelstand bedeutet

Fachkräfte vergleichen Arbeitgeber. Vergütungsstrukturen in Großkonzernen setzen Referenzpunkte, auch für den Mittelstand in NRW. Familienunternehmen und KMU operieren dabei nach anderen Maßstäben.

Viele inhabergeführte Betriebe koppeln das eigene Einkommen eng an den Unternehmenserfolg. Eine starre Trennung zwischen Vorstandsvergütung und Mitarbeitergehalt, wie sie in Großkonzernen üblich ist, gibt es dort kaum.

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Handwerksbetriebe und kleinere Industrieunternehmen kämpfen gleichzeitig darum, Fachkräfte zu halten. Lohnsteigerungen sind dort oft die einzige Antwort auf den Wettbewerb um Talente. Die Lücke zwischen großen und kleinen Arbeitgebern bleibt ein Thema.

KI als neuer Faktor

Auch Künstliche Intelligenz gerät in die Debatte. Der Einsatz von KI könnte in bestimmten Branchen die Löhne mittlerer Qualifikationsebenen drücken, während Führungspositionen und hochspezialisierte Tätigkeiten vorerst weitgehend verschont bleiben.

Für den Mittelstand bedeutet das: Wer in Automatisierung investiert, muss gleichzeitig Antworten auf Fragen zur Lohnentwicklung finden. Mitarbeiterbindung wird schwieriger, wenn das Vertrauen in faire Vergütung schwindet.

Fazit

Der Gehaltsabstand zwischen DAX-Vorständen und Belegschaft liegt beim Faktor 42. Für den Mittelstand in NRW liefert die Debatte einen Kontext, den Betriebe kaum ignorieren können. Wer gute Mitarbeiter gewinnen und halten will, muss über Vergütung reden, und zwar transparent.

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