Dortmund: 4,5 Millionen Euro für neue Handwerkswerkstätten
Das Dortmunder Bauhandwerk bekommt neue Lehrwerkstätten. Das Land Nordrhein-Westfalen hat der Baugewerbe-Innung Dortmund und Lünen einen Förderbescheid über 4,5 Millionen Euro übergeben. Das Geld fließt in den Neubau der Berufsbildungsstätte in Dortmund-Körne. Thomas Pape, Obermeister der Innung, nahm den Bescheid am 4. Februar 2026 entgegen. Der Bau soll im Herbst 2026 beginnen.
Neubau für die Fachkräfte von morgen
Die Berufsbildungsstätte in Dortmund-Körne ist der zentrale Ort für die überbetriebliche Ausbildung im Bauhandwerk. Hier lernen Auszubildende aus Dortmund, Lünen und der Region ihr Handwerk. Die bestehenden Werkstätten entsprechen nicht mehr dem Stand der Zeit. Ein Neubau soll das ändern.
Mit dem Förderbescheid steht die Finanzierung des Projekts. Die Innung kann nun konkret planen. Der Baubeginn ist für den Herbst 2026 vorgesehen. Über den genauen Umfang des Neubaus und die Gesamtkosten des Projekts liegen derzeit keine weiteren öffentlichen Angaben vor.
Überbetriebliche Ausbildung: Rückgrat des Handwerks
Die überbetriebliche Ausbildung ergänzt die Lehrzeit im Betrieb. In Berufsbildungsstätten erhalten Auszubildende praxisnahes Wissen, das viele kleine Handwerksbetriebe allein nicht vermitteln können. Gerade im Baubereich spielen diese Einrichtungen eine wichtige Rolle.
Für Innungen und Handwerksbetriebe in NRW sind solche Zentren unverzichtbar. Sie sichern einheitliche Ausbildungsstandards. Außerdem geben sie Betrieben, die selbst wenig Kapazität für die Ausbildung haben, die Möglichkeit, dennoch Fachkräfte heranzubilden.
Förderprogramme des Landes als Stütze für das Handwerk
Die Förderung durch das Land NRW erfolgt im Rahmen von Programmen zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur. Solche Mittel stammen häufig aus der Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe sowie aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung. Handwerksinnungen können über diese Programme Investitionen in ihre Infrastruktur anstoßen, die sie aus eigenen Mitteln nicht stemmen könnten.
Für die Baugewerbe-Innung Dortmund und Lünen bedeutet die Bewilligung einen klaren Schritt nach vorn. Ohne den Förderbescheid wäre ein Neubau dieser Größenordnung kaum realisierbar.
Ausbildung als Standortfaktor
Der Fachkräftemangel im Bauhandwerk ist spürbar. Betriebe in der Region suchen händeringend nach qualifiziertem Nachwuchs. Moderne Ausbildungsstätten sind dabei kein Luxus, sondern Notwendigkeit. Wer zeitgemäß ausbildet, zieht Bewerber an.
Dortmund und Lünen profitieren direkt von dem Projekt. Eine gut ausgestattete Berufsbildungsstätte stärkt die Attraktivität der Ausbildung im Bauhandwerk. Das kommt den Mitgliedsbetrieben der Innung zugute. Und es stärkt langfristig die Wettbewerbsfähigkeit der Branche in der Region.
Fazit
Der Förderbescheid über 4,5 Millionen Euro ist ein konkretes Signal für die Zukunft des Bauhandwerks in Dortmund. Mit dem Neubau der Berufsbildungsstätte in Körne schafft die Innung die Grundlage für eine moderne, praxisnahe Ausbildung. Wenn im Herbst der erste Spatenstich folgt, beginnt ein Projekt, das der gesamten Region nutzt.