Düsseldorf: 3.000 Euro für jungen Anlagenmechaniker
Ein Abiturient wählt das Handwerk statt die Universität. Und wird dafür ausgezeichnet. Der Düsseldorfer Heimatverein Jonges hat am 16. September 2025 im Henkel-Saal den Förderpreis Handwerk 2025 verliehen. Preisträger ist Luc Schroers, 20 Jahre alt, Anlagenmechaniker aus Düsseldorf.
3.000 Euro für einen Jahrgangsbesten
Die Auszeichnung ist mit 3.000 Euro dotiert. Schroers gehört zu den Jahrgangsbesten seiner Ausbildung. Die Handwerkskammer Düsseldorf bestätigte die Auszeichnung. Der junge Handwerker überzeugte nicht nur durch seine Leistungen. Auch seine Begeisterung für das Handwerk spielte bei der Entscheidung eine Rolle.
Die Düsseldorfer Jonges vergeben den Preis, um herausragende junge Handwerkerinnen und Handwerker sichtbar zu machen. Der Verein will damit ein Zeichen setzen: Handwerk ist eine vollwertige Karriereoption. Auch für Abiturienten.
Bewusste Entscheidung gegen das Studium
Luc Schroers hätte nach dem Abitur studieren können. Er entschied sich dagegen. Er wählte die Ausbildung zum Anlagenmechaniker. Diese Entscheidung ist keine Ausnahme mehr, aber sie bleibt bemerkenswert. Viele Betriebe im Handwerk suchen händeringend nach qualifizierten Fachkräften. Gleichzeitig gilt der akademische Weg in Deutschland nach wie vor als Standardpfad nach dem Abitur.
Schroers steht für eine andere Entwicklung. Junge Menschen mit guten Schulabschlüssen entscheiden sich für eine handwerkliche Ausbildung. Sie tun das aus Überzeugung. Und sie bringen Qualitäten mit, die Betriebe dringend brauchen: Eigenverantwortung, technisches Verständnis, Lernbereitschaft.
Jonges als Förderer des Handwerks
Die Düsseldorfer Jonges sind ein traditionsreicher Heimatverein. Sie wurden 1932 gegründet und zählen zu den größten Heimatvereinen Deutschlands. Der Verein trifft sich regelmäßig im Henkel-Saal zu sogenannten Heimatabenden. Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur der Stadt stehen dabei im Mittelpunkt.
Mit dem Förderpreis Handwerk engagiert sich der Verein gezielt für den Nachwuchs im Handwerk. Die Auszeichnung soll junge Talente motivieren. Sie soll aber auch ein Signal in die Gesellschaft senden: Handwerk verdient Anerkennung. Besonders dann, wenn junge Menschen sich bewusst dafür entscheiden.
Handwerk in NRW sucht Nachwuchs
Der Hintergrund des Preises ist kein rein lokales Thema. Das Handwerk in Nordrhein-Westfalen kämpft seit Jahren um Nachwuchs. Viele Ausbildungsplätze bleiben unbesetzt. Gleichzeitig steigt der Bedarf an Fachkräften. Ob Sanitär, Elektro oder Anlagentechnik: Betriebe suchen qualifizierte Mitarbeiter.
Auszeichnungen wie der Förderpreis der Jonges können dazu beitragen, das Bild des Handwerks zu verändern. Sie zeigen, dass handwerkliche Berufe Perspektiven bieten. Gute Verdienstmöglichkeiten, sichere Stellen und klare Aufstiegswege gehören dazu.
Fazit: Ein Signal mit Wirkung
Luc Schroers ist mit 20 Jahren Jahrgangsbester und Preisträger. Er hat gezeigt, dass Handwerk und Exzellenz zusammenpassen. Die Düsseldorfer Jonges haben mit ihrer Auszeichnung den richtigen Akzent gesetzt. Für den Nachwuchs, für die Betriebe und für das Ansehen des Handwerks in der Region.

