Duisburger Hafen wird Reallabor: Millionen für Logistik und 3D-Druck
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Duisburg bekommt Millionenförderung für zwei Technologieprojekte. Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt die Projekte „CellPort – Network for Smart Logistics“ und „D3AM Field Lab“ aus seinem 5-StandorteProgramm. Hinter den Vorhaben stehen die Stadt Duisburg, die Universität Duisburg-Essen, die Duisburg Business & Innovation GmbH sowie die Duisburger Hafen AG.
Hafen als Testfeld für die Logistik von morgen
CellPort macht den Duisburger Hafen zum Reallabor für smarte Logistik. Ziel ist es, neue Technologien unter realen Bedingungen zu erproben. Das Projekt schafft dabei Rahmenbedingungen für technologieaffine Start-ups, die im Hafen forschen, entwickeln und skalieren sollen.
Der Duisburger Hafen ist Europas größter Binnenhafen. Er verarbeitet jährlich Millionen Tonnen Güter und verbindet den Rhein-Ruhr-Raum mit internationalen Handelsrouten.
CellPort ist als Netzwerk konzipiert, in dem Unternehmen, Forschende und Gründer zusammenarbeiten sollen. Im Fokus stehen Technologien aus den Bereichen Automatisierung, Digitalisierung und vernetzte Mobilität. Die Universität Duisburg-Essen bringt wissenschaftliche Expertise ein, die Duisburg Business & Innovation GmbH übernimmt die wirtschaftliche Koordination.
D3AM Field Lab: Additive Fertigung für die Industrie
Das zweite geförderte Projekt heißt D3AM Field Lab und steht für Distributed 3D Additive Manufacturing. Das Vorhaben zielt auf die industrielle Transformation im Ruhrgebiet ab. Kleine und mittlere Unternehmen sollen Zugang zu modernen Fertigungsverfahren erhalten.
Additive Fertigungsverfahren, also 3D-Drucktechnologien, gelten als Schlüsseltechnologie für eine flexiblere Produktion. Bauteile lassen sich schneller und kosteneffizienter herstellen, was besonders für den Mittelstand ein Wettbewerbsvorteil sein kann. Das Field Lab soll Unternehmen den Einstieg erleichtern.
Strukturwandel im Revier mit Fördergeldern beschleunigen
Beide Projekte sind Teil des 5-StandorteProgramms des Landes NRW, das sich gezielt an Regionen im Strukturwandel richtet. Der Rückgang der Schwerindustrie hat in der Region Jahrzehnte lang Spuren hinterlassen.
Mit CellPort und D3AM Field Lab soll Duisburg neue wirtschaftliche Felder erschließen. Technologietransfer und Innovationsförderung sollen Arbeitsplätze schaffen. Die Kooperation von Stadt, Universität, Hafen und Wirtschaftsförderung soll dabei als Modell für andere Standorte dienen.
Partnerstruktur
Die Universität Duisburg-Essen liefert Forschungskapazitäten. Die Duisburger Hafen AG stellt Infrastruktur und operative Erfahrung bereit. Die Duisburg Business & Innovation GmbH verbindet Wissenschaft und Wirtschaft. Die Stadt Duisburg koordiniert das Gesamtvorhaben.
Diese Struktur soll sicherstellen, dass Ergebnisse direkt in die Praxis überführt werden. Für den Mittelstand in der Region könnte das konkreten Nutzen bringen: Zugang zu Testumgebungen, Netzwerken und Technologien, die einzelne Unternehmen allein nicht finanzieren könnten.
Duisburg setzt auf Technologie statt Nostalgie
Die Millionenförderung für CellPort und das D3AM Field Lab soll den Strukturwandel aktiv vorantreiben. Smarte Hafenlogistik und dezentrale additive Fertigung adressieren dabei reale Bedarfe der Wirtschaft. Für den Mittelstand in NRW entstehen neue Kooperations- und Entwicklungsmöglichkeiten in der Region.



