Unternehmen aus NRW

EUREGIO-Chef besucht Ahlen: Chancen jenseits der Grenze

Christoph Almering war zu Gast im Ahlener Rathaus. Der Geschäftsführer der EUREGIO traf sich dort mit Bürgermeister Matthias Harman. Thema des Gesprächs: die Möglichkeiten grenzüberschreitender Zusammenarbeit zwischen Deutschland und den Niederlanden. Für Unternehmen, Kommunen und Bildungseinrichtungen in der Region kann das konkrete Vorteile bringen.

Was die EUREGIO leistet

Die EUREGIO ist ein grenzüberschreitender Kommunalverband. Sie versteht sich als Vermittlerin und Drehscheibe zwischen deutschen und niederländischen Akteuren. Almering steht seit 2017 an der Spitze der Organisation.

Die EUREGIO unterstützt Kommunen, Vereine, Bildungseinrichtungen und Unternehmen. Sie hilft bei der Partnersuche im Nachbarland. Außerdem berät sie bei der Beantragung von Fördermitteln für grenzüberschreitende Projekte.

Ein konkretes Angebot ist der GrenzInfoPunkt EUREGIO. Dort erhalten Interessierte kostenlose Beratung zu Themen wie Arbeiten, Wohnen, Studieren und Unternehmensführung im jeweiligen Nachbarland. Die Beratung erfolgt individuell und berücksichtigt regionale Besonderheiten.

Gemeinsame Herausforderungen diesseits und jenseits der Grenze

Kommunen in Deutschland und den Niederlanden stehen vor ähnlichen Herausforderungen. Fachkräftemangel, demografischer Wandel und wirtschaftliche Transformation betreffen beide Seiten. Grenzüberschreitende Kooperationen können helfen, diese Probleme gemeinsam anzugehen.

Nordrhein-Westfalen pflegt seit Jahren enge Verbindungen zu den niederländischen Nachbarregionen. Regionale und grenzüberschreitende Kooperationen ergänzen dabei nationale Strategien. Das gilt für die öffentliche Verwaltung ebenso wie für die Privatwirtschaft.

Mittelstand profitiert vom Netzwerk

Besonders für kleine und mittelständische Unternehmen kann die EUREGIO ein nützlicher Partner sein. Der Einstieg in den niederländischen Markt ist oft mit bürokratischen Hürden verbunden. Sprachbarrieren kommen hinzu. Die EUREGIO baut hier Brücken.

Sie vernetzt Unternehmen mit potenziellen Partnern auf der anderen Seite der Grenze. Über EU-Förderprogramme wie Interreg werden zudem finanzielle Mittel für grenzüberschreitende Projekte bereitgestellt. Auch der Güterverkehr und die Logistik entlang der Grenze wurden in der Vergangenheit durch entsprechende Projekte gefördert.

Auch interessant  Mülheim an der Ruhr: Wirtschaft kämpft um den Standort

Ahlen als Teil des europäischen Netzwerks

Der Besuch Almerings in Ahlen ist kein Zufall. Die Stadt liegt im Kreis Warendorf und damit in geografischer Nähe zum deutsch-niederländischen Grenzgebiet. Ein Engagement in der EUREGIO könnte Ahlen als Wirtschaftsstandort stärken.

Bürgermeister Harman zeigte sich offen für die Möglichkeiten, die das Netzwerk bietet. Details zu konkreten Projekten wurden bislang nicht genannt. Der Austausch gilt jedoch als Auftakt für eine vertiefte Zusammenarbeit.

Fazit

Der Besuch des EUREGIO-Chefs in Ahlen zeigt: Grenzüberschreitende Netzwerke sind kein Selbstzweck. Sie bieten Kommunen und Unternehmen in NRW handfeste Vorteile. Wer den Schritt in den niederländischen Markt wagt, findet in der EUREGIO einen erfahrenen Begleiter. Für den westfälischen Mittelstand lohnt sich ein genauerer Blick auf dieses Netzwerk.

Ähnliche Artikel

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"