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Gastronomie und der Fachkräftemangel: Worauf Betreiber achten können

Die gute Nachricht zuerst: Im Vergleich zu Vorjahren ist der Mangel an Fachkräften in Cafés, Hotels und Restaurants stark zurückgegangen. Die weniger gute Nachricht: Dies liegt in Wirklichkeit jedoch am stark gesunkenen Bedarf. Die Gastronomiebranche leidet immer noch an der aktuellen wirtschaftlichen Lage mit steigenden Kosten und Umsatzeinbußen. In diesem Artikel erfahren Sie, was Betreiber selbst unternehmen können, um Personalmangel vorzubeugen, und wie sie langfristig eine stabile und qualifizierte Belegschaft aufbauen. 

Die Ursachen des Fachkräftemangels in der Gastronomie verstehen

Viele Experten sehen den Beginn des Fachkräftemangels in den Jahren 2020/2021: Durch die schwierige wirtschaftliche Lage mussten viele Betriebe zumindest vorübergehend schließen und in der Folge ihre Angestellten entlassen. Diese bemühten sich dann in vielen Fällen um eine berufliche Neuorientierung und kehrten nie in ihre ursprüngliche Branche in der Gastronomie zurück. Zwar konnte eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) im Juni 2024 nachweisen, dass sich die Fachkräftelücke in Vergleich zum Vorjahr beinahe halbiert hatte. Der Rückgang sei jedoch nicht zwingend positiv, er weise lediglich auf die immer noch andauernde Krise des Gastgewerbes hin. Diese führe dazu, dass weniger Stellen ausgeschrieben werden, und Arbeitsplätze oft von Ungelernten und nicht von Fachkräften besetzt werden. Was also können Betriebe tun, die mit dem Personalmangel sowie Umsatzbußen zu kämpfen haben?

Mehr Effizienz und Nachhaltigkeit durch Digitalisierung

Eine Möglichkeit, den Fachkräftemangel abzufedern, liegt in der gezielten Nutzung digitaler Technologien. Digitale Tools können nicht nur administrative Aufgaben erleichtern, sondern auch den Arbeitsalltag im Service und in der Küche effizienter gestalten. So können beispielsweise Bestell- und Reservierungssysteme den Personalaufwand an der Rezeption oder im Service reduzieren, während digitale Warenwirtschaftssysteme helfen, den Lagerbestand präzise zu überwachen und Engpässe zu umgehen. Noch ein Pluspunkt: Durch die bessere Planung vermeiden Gastronomen Lebensmittelverschwendung! 

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Auch im Service können digitale Tools Betrieben große Entlastung bringen: Ein modernes Gastronomie Kassensystem erspart dem – möglicherweise dezimierten – Personal Zeit und Stress, indem es Bestellungen automatisch und in Sekundenschnelle versendet, Umsätze transparent speichert und unterschiedliche Zahlungsmethoden möglich macht.

Zu guter Letzt darf eine smarte Personalplanung natürlich nicht fehlen. Auch hier gibt es inzwischen Software, die nach individuellen Angaben automatische Schichtpläne erstellen und so die Überlastung einzelner Mitarbeitender verhindern. Dadurch steigert sich die Zufriedenheit im Team, und die Fluktuation wird verringert. Ein entscheidender Faktor, um langfristig Fachkräfte zu halten.

Mitarbeiterbindung durch Weiterbildung und attraktive Arbeitsbedingungen

Neben Technologie ist die gezielte Förderung der Mitarbeitenden ein Schlüssel, um den Fachkräftemangel langfristig zu bewältigen. Regelmäßige Schulungen, Weiterbildungsmöglichkeiten und klare Aufstiegsperspektiven erhöhen die Motivation und sorgen dafür, dass Fachkräfte im Betrieb bleiben. Auch Workshops können helfen, Nachwuchskräfte zu fördern und interne Talente gezielt zu entwickeln, und sorgen dabei gleichzeitig für größeren Zusammenhalt im Team.

Natürlich ist es auch die angemessene Bezahlung, die Mitarbeiter an einen Betrieb bindet. Aber auch faire Arbeitsbedingungen und ein respektvolles Arbeitsklima spielen eine wichtige Rolle.

Der Fachkräftemangel bleibt weiterhin eine Herausforderung für Gastronomen, auch wenn die Zahlen auf den ersten Blick Besserung signalisieren. Entscheidend ist jetzt, dass Betreiber handeln, um sich gut ausgebildetes Personal zu erhalten, und mehr Effizienz durch digitale Tools zu schaffen. 

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