Geldern: Leader-Regionen setzen auf lokale Wirtschaftskraft
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Leader-Regionen aus Nordrhein-Westfalen haben sich in Geldern zu einem Wirtschaftsdialog getroffen. Ziel war es, konkrete Ansätze zur Stärkung regionaler Wirtschaftsstrukturen zu erarbeiten. Das Format trägt den Namen „Zukunftsdialog Wirtschaft“.
Regionale Akteure nehmen Wirtschaftspolitik selbst in die Hand
Leader ist ein EU-Förderprogramm für ländliche Entwicklung, das Regionen ermöglicht, eigene Projekte und Strategien umzusetzen. In Nordrhein-Westfalen nehmen mehrere Regionen an diesem Programm teil.
Der Zukunftsdialog in Geldern brachte Vertreter dieser Regionen zusammen. Sie diskutierten, wie lokale Unternehmen besser unterstützt werden können. Themen waren Fachkräftemangel, Infrastruktur und regionale Wertschöpfung.
Das Treffen steht für einen Trend: Kommunen und Regionen warten nicht mehr auf Impulse von oben, sondern entwickeln eigene wirtschaftspolitische Konzepte. Das gilt besonders für ländlich geprägte Gebiete.
Wirtschaftsdialoge als Plattform für KMU
Formate wie der Zukunftsdialog Wirtschaft haben in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen. Sie verbinden Wirtschaftsförderung, Politik und Unternehmen. Kleine und mittlere Betriebe erhalten dort direkte Gesprächsmöglichkeiten mit Entscheidungsträgern.
Die Belastung für Unternehmen in Deutschland ist hoch. Unternehmensteuern liegen hierzulande bei rund 30 Prozent. In anderen Industrieländern werden deutlich niedrigere Sätze diskutiert. Dieser Druck macht regionale Wirtschaftsförderung wichtiger.
Ländliche Räume unter Druck
Geldern liegt im Kreis Kleve, nahe der niederländischen Grenze. Die Region ist geprägt von Handwerk, Landwirtschaft und kleinen Gewerbebetrieben. Für solche Strukturen sind regionale Netzwerke und Förderangebote wesentlich.
Der Fachkräftemangel trifft ländliche Regionen besonders hart. Viele Betriebe finden keinen Nachwuchs. Dazu fehlen oft schnelle Internetverbindungen und gute Verkehrsanbindungen, was es schwerer macht, Mitarbeiter zu gewinnen und zu halten.
Dialog als Instrument der Wirtschaftsförderung
Der Zukunftsdialog soll kein einmaliges Ereignis bleiben. Vergleichbare Formate gibt es bereits in anderen deutschen Städten und Regionen. In Lübeck etwa nutzt die Wirtschaftsförderung einen ähnlichen Ansatz als dauerhaftes Gesprächsformat.
Der Austausch zwischen Unternehmen und kommunaler Wirtschaftsförderung schafft konkrete Ergebnisse. Projekte entstehen schneller, wenn alle Beteiligten früh eingebunden werden. Das Gelderner Treffen folgt diesem Prinzip.
Regionalität als Stärke
Der Zukunftsdialog in Geldern zeigt, wie Leader-Regionen in NRW wirtschaftspolitische Verantwortung übernehmen. Statt auf bundesweite Lösungen zu warten, setzen sie auf lokale Netzwerke und direkten Dialog. Für den Mittelstand in ländlichen Räumen ist das ein klares Signal.



