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Gender Pay Gap in NRW: Lohnlücke bleibt, Regionen weichen stark ab

Hinweis: Das Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erzeugt.

Das Statistische Landesamt NRW hat die Lohnunterschiede zwischen vollzeitbeschäftigten Frauen und Männern ausgewertet. Im Landesdurchschnitt verdienten Frauen 2025 sieben Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. Die Zahlen basieren auf der Entgeltstatistik der Bundesagentur für Arbeit und zeigen deutliche regionale Unterschiede.

Siegen-Wittgenstein/Olpe mit größtem Abstand

Der unbereinigte Lohnabstand fiel je nach Region sehr unterschiedlich aus. Am größten war die Lücke in der Arbeitsmarktregion Siegen-Wittgenstein/Olpe: Dort verdienten vollzeitbeschäftigte Frauen 15 Prozent weniger als Männer. Gemessen an den medianen Bruttomonatsentgelten entspricht das rund einem Sechstel des männlichen Einkommens.

Der Ennepe-Ruhr-Kreis lag mit sieben Prozent genau im NRW-Durchschnitt.

Was die Zahlen messen und was nicht

Der verwendete Lohnabstand ist unbereinigt. Er erfasst nicht, ob Frauen und Männer dieselben Berufe und Positionen bekleiden, sondern misst schlicht den Unterschied bei den tatsächlich erzielten Bruttomonatsentgelten von Vollzeitbeschäftigten.

Berufsstruktur, Qualifikation und Branche wirken sich auf den Wert aus, werden aber nicht herausgerechnet. Der Ansatz bildet ab, was Frauen tatsächlich verdienen.

Frauen in Führungspositionen: NRW unter dem Bundesschnitt

Frauen sind in Führungspositionen deutlich unterrepräsentiert. In NRW lag ihr Anteil an Führungskräften 2025 unter dem Bundesschnitt. Bundesweit waren 30,3 Prozent der Führungspositionen mit Frauen besetzt. NRW lag dabei sowohl unter dem nationalen als auch unter dem EU-weiten Durchschnitt.

Führungspositionen sind in der Regel besser bezahlt. Wer dort seltener vertreten ist, verdient im Gesamtdurchschnitt weniger.

Relevanz für den Mittelstand in NRW

Für Familienunternehmen und KMU in Nordrhein-Westfalen sind diese Zahlen relevant. Der Fachkräftemangel ist in vielen Branchen spürbar. Frauen machen rund die Hälfte der Erwerbsbevölkerung aus. Gelangen sie seltener in gut bezahlte oder leitende Positionen, bleibt Potenzial ungenutzt, was Gerechtigkeit und Wettbewerbsfähigkeit gleichermaßen betrifft.

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Viele mittelständische Betriebe haben in den vergangenen Jahren Maßnahmen zur Lohngleichheit eingeführt: strukturierte Gehaltsrahmen, transparente Beförderungskriterien und flexible Arbeitszeitmodelle. Ob diese Ansätze greifen, lässt sich regional unterschiedlich bewerten.

Regionale Strukturen prägen den Abstand

Die starken regionalen Unterschiede deuten darauf hin, dass Branchenstruktur und lokaler Arbeitsmarkt den Abstand beeinflussen. In Regionen mit einem hohen Anteil an industrieller Fertigung oder handwerklichen Berufen kann die Lücke größer ausfallen, weil Männer dort traditionell stärker vertreten sind und die Lohnniveaus teils höher liegen.

In städtischen Regionen mit einem breiteren Dienstleistungssektor können sich die Verhältnisse anders darstellen. Vergleiche auf Kreisebene liefert die Entgeltstatistik der Bundesagentur für Arbeit.

Fazit

Sieben Prozent Lohnabstand im NRW-Durchschnitt sind eine konkrete Zahl mit konkreten Ursachen. Regional reicht der Abstand bis zu 15 Prozent. Für Unternehmen im Mittelstand lohnt ein genauer Blick auf die eigenen Vergütungsstrukturen. Wer Fachkräfte gewinnen und halten will, sollte Lohngleichheit als betriebliche Kennzahl behandeln.

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