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Gerresheimer: Düsseldorfer Konzern kämpft mit Bilanzproblemen

Der Düsseldorfer Verpackungskonzern Gerresheimer hat ein schwieriges Jahr hinter sich. Hohe Abschreibungen haben das Unternehmen tief in die roten Zahlen gedrückt. Dazu kommen Bilanzfehler, die das Bild weiter trüben.

Abschreibungen reißen tiefes Loch in die Bilanz

Gerresheimer ist ein global aufgestellter Hersteller von Verpackungen für die Pharma- und Kosmetikindustrie. Der Konzern produziert unter anderem Glasfläschchen, Kunststoffbehälter und Medikamentenapplikatoren. Sein Hauptsitz liegt in Düsseldorf.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat das Unternehmen unter dem Strich einen Verlust ausgewiesen. Ursache sind hohe Abschreibungen, die das Ergebnis stark belastet haben. Wie groß der Verlust genau ausfällt, ist derzeit noch nicht abschließend geklärt.

Gerresheimer hat Fehler in der eigenen Buchführung eingeräumt. Die Bilanz für das abgelaufene Geschäftsjahr konnte nicht wie geplant bis Ende März vorgelegt werden. Auch die Hauptversammlung musste verschoben werden. Das ist ein ungewöhnlicher Vorgang für ein börsennotiertes Unternehmen dieser Größenordnung.

Bilanzfehler betreffen auch das laufende Jahr

Die Buchungsfehler beschränken sich nicht auf ein einzelnes Jahr. Berichten zufolge sind auch in der Bilanz für das Geschäftsjahr 2025 Fehler aufgetaucht. Der finanzielle Schaden könnte damit größer sein als zunächst angenommen.

Die Korrekturen könnten das Unternehmen erneut in die Verlustzone drücken. Die Aktie hat auf die Nachrichten mit Kursverlusten reagiert.

Schwache Nachfrage verschärft die Lage

Gerresheimer kämpft mit internen Problemen und einem schwierigen Marktumfeld. Eine schwache Nachfrage aus der Kosmetikindustrie hat zuletzt für eine Umsatzwarnung gesorgt.

In früheren Jahren hatte das Unternehmen noch Wachstum gezeigt. Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2021 steigerte Gerresheimer seinen Umsatz um 9,4 Prozent auf 382 Millionen Euro. Das bereinigte operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen lag damals bei 74,8 Millionen Euro.

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Hauptversammlung als nächster Prüfstein

Die verschobene Hauptversammlung wird der nächste wichtige Moment sein. Aktionäre und Analysten werden klare Antworten erwarten: Wie groß ist der tatsächliche Schaden? Welche Maßnahmen sind geplant? Wann kehrt das Unternehmen in die Gewinnzone zurück?

Konkrete Termine oder Zahlen hat Gerresheimer bislang nicht vollständig kommuniziert.

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