Goch: Nach fast drei Jahren Vakanz steht die Auswahl
Goch bekommt möglicherweise bald wieder eine hauptamtliche Führung für seine Wirtschaftsförderung. Aus 81 eingegangenen Bewerbungen hat ein Arbeitskreis sechs Kandidaten für die vakante Leitungsstelle ausgewählt. Der Posten ist seit 32 Monaten unbesetzt.
Lange Vakanz belastet die Wirtschaftsförderung
Mehr als zweieinhalb Jahre ohne feste Leitung: Das ist die Ausgangslage der Wirtschaftsförderung in Goch, einer Mittelstadt am Niederrhein im Kreis Kleve. Die Stelle blieb aus bisher nicht öffentlich kommunizierten Gründen unbesetzt. Für eine Kommune dieser Größe ist das ein ungewöhnlich langer Zeitraum.
Wirtschaftsförderung ist für viele Städte ein zentrales Instrument. Sie soll Unternehmen ansiedeln, bestehende Betriebe unterstützen und den Standort attraktiv halten. Fehlt eine erfahrene Führungskraft, leidet die Kontinuität dieser Arbeit. Für Handwerk, Handel und mittelständische Unternehmen vor Ort hat das spürbare Folgen.
81 Bewerbungen, sechs Kandidaten
Die Resonanz auf die Ausschreibung war beachtlich. 81 Personen bewarben sich auf den Chefposten. Ein Arbeitskreis hat diese Bewerbungen gesichtet und bewertet. Das Ergebnis: Sechs Kandidaten kommen für die Stelle in Frage.
Über die Namen der verbliebenen Bewerber ist bislang nichts bekannt. Auch der genaue Zeitplan für die weiteren Auswahlschritte steht noch nicht fest. Die Stadt Goch hat sich zu Details bisher nicht öffentlich geäußert.
Auswahlverfahren liegt in den Händen eines Arbeitskreises
Der eingesetzte Arbeitskreis übernimmt die Vorauswahl. Dieses Verfahren ist in Kommunen üblich. Es soll sicherstellen, dass die Entscheidung auf einer breiten Grundlage getroffen wird. Ob Vertreter aus Wirtschaft, Verwaltung oder Politik beteiligt sind, ist nicht bekannt.
Die Endentscheidung liegt nach kommunalem Recht in der Regel beim Rat oder bei der Stadtverwaltung. Wann diese Entscheidung fällt, ist offen.
Goch als Wirtschaftsstandort
Goch zählt rund 35.000 Einwohner und liegt im Kreis Kleve, nahe der niederländischen Grenze. Die Stadt hat eine mittelständisch geprägte Wirtschaftsstruktur. Bekannt ist Goch unter anderem durch das Unternehmen Derbystar. Der Sportartikel- und Ballproduzent hat seinen Sitz in der Stadt. Derbystar verliert zum Ende der Saison 2025/26 die Rechte am offiziellen Bundesligaball an Adidas. Das zeigt, dass auch namhafte Unternehmen am Standort unter Druck stehen.
Für solche Betriebe und für das lokale Handwerk ist eine funktionierende Wirtschaftsförderung wichtig. Sie vermittelt zwischen Unternehmen und Verwaltung. Sie hilft bei Fördermittelanträgen, Flächensuche und Vernetzung.
Fazit
Die Wirtschaftsförderung Goch steht vor einem Neubeginn. Die hohe Zahl an Bewerbungen zeigt, dass das Interesse am Standort vorhanden ist. Ob die ausgewählten sechs Kandidaten den Anforderungen gerecht werden, wird das weitere Verfahren zeigen. Für Gocher Unternehmen und Gewerbetreibende zählt am Ende ein klares Ergebnis: eine fähige Führungskraft, die den Standort nach vorne bringt.



