Gocher WfG: 78 Kandidaten für Geschäftsführung
Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Goch steht vor einer Personalentscheidung mit großer Signalwirkung. 78 Bewerbungen sind für den Posten der Geschäftsführung eingegangen. Eine Jury sichtet nun die Kandidaten. Das Interesse am Amt zeigt: Wirtschaftsförderung gilt als attraktives Berufsfeld.
Viele Bewerber für einen Schlüsselposten
Das Bewerbungsverfahren in Goch ist abgeschlossen. Die Zahl der Interessenten liegt mit 78 deutlich über dem üblichen Rahmen vergleichbarer Stellenausschreibungen. Eine Jury übernimmt die Auswahl. Sie sichtet die Unterlagen und trifft eine Vorauswahl aus dem großen Bewerberfeld.
Wer die Stelle antritt, übernimmt Verantwortung für den Wirtschaftsstandort Goch am Niederrhein. Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft begleitet Unternehmen bei Ansiedlungen, Erweiterungen und Förderfragen. Sie ist Ansprechpartnerin für Betriebe aus Mittelstand, Handwerk und Industrie.
Wirtschaftsförderung als gefragtes Berufsfeld
Das hohe Bewerberinteresse in Goch ist kein Einzelfall. Kommunale Wirtschaftsförderer sind in NRW stark gefragt. Die Aufgaben reichen von der Betreuung ansiedlungswilliger Unternehmen bis zur Vergabe von Fördermitteln. Auch die Begleitung von Gründern gehört zum Aufgabenspektrum.
Wirtschaftsförderungsgesellschaften übernehmen eine Mittlerfunktion zwischen Kommunalpolitik und Wirtschaft. Sie kennen die lokalen Strukturen, pflegen Netzwerke und vermitteln bei Flächenfragen. In einer Region wie dem Niederrhein mit starkem Mittelstand ist diese Rolle besonders ausgeprägt.
Erfahrungen aus anderen NRW-Kommunen zeigen: WfG-Chefposten erzeugen regelmäßig großes Bewerberinteresse. Kandidaten kommen aus Stadtplanung, Wirtschaftswissenschaften, der Verwaltung und aus der freien Wirtschaft. Die Stellenprofile sind breit angelegt.
Vergleichbare Beispiele aus der Region
In Kempen wurde die Frage der Wirtschaftsförderung zuletzt ebenfalls intensiv diskutiert. Die Stadt erwägt, einen eigenen Wirtschaftsförderer zu installieren. WfG-Chef Thomas Jablonski, der auch das Technologie- und Gründerzentrum Niederrhein leitet, gilt dort als enger Ansprechpartner.
In Bergkamen nutzen Wirtschaftsförderer Messen wie die Expo Real in München, um Projektentwickler für lokale Gewerbeflächen zu gewinnen. Auch in anderen Kreisen wie Borken arbeiten WfG-Gesellschaften mit Arbeitsagentur und Finanzverwaltung zusammen, um Unternehmen und Gründer zu begleiten.
Die Zahlen belegen den Trend. Rolf Kammann, WfG-Geschäftsführer in einer anderen NRW-Kommune, stellte bereits 2018 fest: Seine Gesellschaft habe so viele Unternehmensvorgänge betreut wie noch nie. Das Modell der kommunalen Wirtschaftsförderung wächst.
Entscheidung in Goch steht aus
Wann die Jury in Goch ihre Entscheidung bekanntgibt, ist noch offen. Der Auswahlprozess bei einer solch hohen Bewerberzahl braucht Zeit. Die Kontinuität der Wirtschaftsförderungsarbeit hängt davon ab, wie schnell eine geeignete Person gefunden und eingesetzt wird.
Für den Mittelstand in Goch und Umgebung ist die Besetzung des Postens relevant. Unternehmen benötigen verlässliche Ansprechpartner vor Ort. Förderprogramme, Flächenvermittlung und Netzwerkarbeit funktionieren nur mit einer handlungsfähigen Gesellschaft an der Spitze.
Fazit
78 Bewerbungen für eine kommunale Wirtschaftsfördererstelle sind ein deutliches Signal. Der Beruf ist attraktiv, die Aufgaben sind vielfältig. Für Goch geht es nun darum, aus dem großen Kandidatenfeld die richtige Person auszuwählen. Der Niederrhein braucht eine starke Wirtschaftsförderung, das steht außer Frage.



