Gründerin aus Witten: Mit 26 in die Selbstständigkeit – und vier Jobs geschaffen
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Mit 26 Jahren wagte Michelle Hartmann aus Witten den Schritt in die Selbstständigkeit. Ihr Unternehmen bietet Alltagshilfe für Menschen an, die Unterstützung im Alltag benötigen. Ein Jahr nach der Gründung zieht die 27-Jährige Bilanz: vier Angestellte, ein neues Büro in der Wittener Innenstadt und ein wachsender Kundenstamm.
Gründung im Bereich Alltagshilfe: Bedarf trifft Geschäftsidee
Der Markt für Alltagsunterstützung wächst in Deutschland seit Jahren. Ältere Menschen, Personen mit Pflegegrad und Menschen nach Krankenhausaufenthalten suchen konkrete Hilfe bei Einkäufen, Terminen und im Haushalt. Der Bedarf ist real und lokal.
Hartmann erkannte diesen Bedarf in ihrer Heimatstadt Witten. Sie startete ihr Unternehmen ohne einen Konzern im Rücken. Direkter Kundenkontakt und persönliche Betreuung stehen im Mittelpunkt ihres Konzepts.
Vom Ein-Personen-Betrieb zum kleinen Team
Am Anfang arbeitete Hartmann allein. Die ersten Kunden gewann sie über persönliche Empfehlungen und lokale Netzwerke. Der Aufbau eines Teams folgte schnell. Heute beschäftigt sie vier Mitarbeiter.
Mit dem Bezug eines Büros in der Wittener City hat das Unternehmen einen festen Standort. Das schafft Vertrauen bei Kunden und macht das Angebot greifbarer. Für viele ältere Klienten ist ein lokales Büro ein wichtiger Faktor bei der Wahl eines Dienstleisters.
Persönlichkeit als Wettbewerbsvorteil
Kleine Anbieter im Bereich Alltagshilfe konkurrieren mit größeren Pflegediensten und bundesweiten Plattformen. Hartmanns Ansatz setzt auf Nähe und persönliche Beziehung. Feste Ansprechpartner, bekannte Gesichter und kurze Wege sind Argumente, die in der Pflegebranche wirken.
Persönliche Kontinuität gilt in der Branche als zentrales Qualitätsmerkmal. Kunden schätzen es, wenn immer dieselbe Person kommt.
Junge Gründerinnen im Sozialsektor: Ein selteneres Bild
Gründungen im Pflegebereich werden häufig mit langjähriger Berufserfahrung verbunden. Hartmann startete mit 26 Jahren und leitet mit 27 ein kleines Unternehmen mit festem Sitz und Belegschaft.
Junge Unternehmensgründungen in der Pflege und im sozialen Dienstleistungsbereich sind für NRW wirtschaftlich bedeutsam. Sie schaffen lokale Arbeitsplätze und decken Versorgungslücken, die größere Anbieter nicht immer schließen können.
Witten als Standort für kleine Dienstleister
Witten liegt im Ennepe-Ruhr-Kreis und gehört zur Metropolregion Ruhr. Die Stadt hat rund 97.000 Einwohner. Der Anteil älterer Menschen ist, wie in vielen Ruhrgebietsstädten, hoch. Für Dienstleister im Bereich Alltagshilfe ist das ein strukturelles Argument für eine Gründung vor Ort.
Ein Büro in der Innenstadt ist außerdem ein Signal an potenzielle Mitarbeiter. Sichtbarkeit hilft beim Recruiting, besonders wenn das Unternehmen weiter wachsen will.
Kleines Unternehmen, klares Wachstum
Michelle Hartmann hat in einem Jahr ohne große Investoren ein Unternehmen mit vier Beschäftigten und eigenem Büro aufgebaut. Ihr Konzept setzt auf lokalen Fokus und persönliche Betreuung. Für Witten ist das ein konkretes Beispiel für Gründerkultur im Mittelstand.


