Hafen Emmerich: Logistikstandort am Niederrhein im Fokus
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Der Hafen Emmerich am Rhein gehört zu den aktiven Umschlagplätzen am Niederrhein. Ein Hafen-Event mit mehr als 70 Besuchern hat zuletzt das Interesse an diesem Logistikstandort gezeigt. Unternehmen, Planer und Vertreter aus Wirtschaft und Politik kamen zusammen, um sich über die Entwicklung des Hafens zu informieren.
Millionen für Kran und Terminal
Der Hafen Emmerich hat in den vergangenen Jahren erhebliche Investitionen erhalten. Für einen neuen Containerkran sowie den Ausbau der Krahnbahn wurden rund 12 Millionen Euro aufgewendet. Der Kran wurde offiziell in Betrieb genommen und soll den Umschlag von Containern beschleunigen.
Auch das Contargo-Terminal in Emmerich profitiert von einem Infrastrukturprogramm. Rund 20 Millionen Euro fließen in neue Umschlaganlagen. Eine neue Containerbrücke ersetzt eine ältere Anlage. Das Terminal wurde räumlich erweitert.
Arndt Wilms, Prokurist der Port Emmerich Infrastruktur- und Immobilien GmbH, hat den Spatenstich für eine zweite Ausbaustufe begleitet. Die laufenden Hafenabläufe sollen durch die Bauarbeiten nicht unterbrochen werden.
DeltaPort und politische Aufmerksamkeit
Die Niederrheinhäfen haben sich zur Unternehmensgruppe DeltaPort zusammengeschlossen. Die Organisation hatte bereits 2018 zum ersten Hafentag nach Emmerich eingeladen. NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst übernahm damals die Schirmherrschaft.
Für den Kreis Kleve ist der Hafen ein wichtiger Arbeitgeber und Wirtschaftsfaktor. Güter aus ganz Europa werden hier per Binnenschiff umgeschlagen. Die Lage direkt am Rhein, nahe der niederländischen Grenze, macht Emmerich zu einem Knotenpunkt im europäischen Logistiknetz.
Standort mit Potenzial
Emmerich ist nicht nur Hafen. Die Stadt am unteren Niederrhein verzeichnet auch im Tourismus Rekordzahlen. Erstmals wurden mehr als 60.000 Übernachtungen pro Jahr gezählt. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer liegt bei 2,1 Tagen. Dabei sind mehr als 30 Ferienwohnungen im Stadtgebiet noch nicht einmal eingerechnet.
Die wirtschaftliche Vielfalt des Standorts zeigt sich auch im Handwerk und Handel. Ein Autohaus an der ’s-Heerenberger Straße blickt auf mehr als 70 Jahre Geschichte zurück. Dirk Fisser führt heute das Unternehmen, das sein Großvater in den frühen 1960er-Jahren als Zweiradwerkstatt gegründet hat. 1962 wurde daraus ein VW-Autohaus.
Hafen als Motor für die Region
Binnenhäfen gewinnen als Alternativen zum Straßengüterverkehr an Bedeutung. Große Mengen lassen sich per Schiff kostengünstig und umweltschonend transportieren.
Die Investitionen der vergangenen Jahre zeigen, dass private Betreiber und öffentliche Hand gemeinsam in den Standort investieren. Der Hafen-Event mit mehr als 70 Teilnehmern belegt das Interesse der Logistikbranche an Emmerich als Umschlagpunkt.
Fazit
In Emmerich am Rhein investieren private Betreiber und öffentliche Hand gemeinsam in den Hafen. Rund 32 Millionen Euro fließen in Kran, Krahnbahn und Terminalanlagen. Für Unternehmen aus der Logistikbranche bleibt der Standort an der deutsch-niederländischen Grenze ein wichtiger Knoten im europäischen Güterverkehr.



