Handwerk ist krisensicher: „Keine KI montiert eine Wärmepumpe“
Während viele Berufe durch Roboter und Software bedroht sind, bietet dir ein Bereich absolute Sicherheit. Praktische Berufe mit echten Werkzeugen können nicht digitalisiert werden.
Andreas Ehlert, Präsident von HANDWERK.NRW, brachte es am 9. Januar 2026 auf den Punkt. In Düsseldorf verwies er auf die enorme Größe dieses Gewerbes. Allein in Nordrhein-Westfalen gibt es 200.000 Betriebe mit 1,1 Millionen Mitarbeitenden.
Seine Kernaussage ist klar und direkt an dich gerichtet. Künstliche Intelligenz kann keine Heizungsanlage einbauen. Ein Algorithmus repariert kein Dach. Diese manuellen Fertigkeiten bleiben dauerhaft gefragt.
Für deinen Berufsweg bedeutet das eine einzigartige Chance. In einer unsicheren Arbeitswelt garantiert dir dieses Berufsfeld Stabilität. Die Nachfrage nach diesen fundamentalen Dienstleistungen wird nie enden.
Ehlert ermutigt junge Menschen ausdrücklich. Beginne eine Lehre in diesem Bereich. Strebe den Meistertitel an und gründe dein eigenes Unternehmen. Deine Zukunft ist hier auf festem Grund gebaut.
Das Wichtigste in Kürze
- Praktische, handwerkliche Tätigkeiten sind durch Automatisierung nicht zu ersetzen.
- Das Gewerbe in Nordrhein-Westfalen umfasst eine riesige Wirtschaftskraft mit Hunderttausenden Betrieben.
- Fachkräfte für Installation und Reparatur physischer Systeme werden immer benötigt.
- Für deine Karriereplanung bietet dieser Weg langfristige Beschäftigungssicherheit.
- Der Weg vom Auszubildenden bis zur Unternehmerin oder zum Unternehmer ist klar vorgezeichnet.
- Die fundamentale Bedeutung für Gesellschaft und Wirtschaft bleibt auch in Zukunft bestehen.
Wirtschaftlicher Überblick im nordrhein-westfälischen Handwerk
Rund 200.000 Betriebe mit über einer Million Beschäftigten stehen aktuell vor großen Herausforderungen. Die konjunkturelle Lage in diesem Gewerbe bleibt zu Beginn des Jahres 2026 angespannt.
Seit dem Herbst 2023 tritt das Geschäftsklima auf der Stelle. Rückläufige Auftragseingänge prägen das Bild in vielen Gewerken.
Umsatzentwicklung und Auftragslage beleuchten
Für das laufende Jahr wird ein leichter nominaler Umsatzzuwachs erwartet. Real, also preisbereinigt, rechnest du jedoch mit Stagnation oder einem leichten Minus.
Andreas Ehlert, der Handwerkspräsident, machte dies auf der Jahrespressekonferenz am 9. Januar in Düsseldorf deutlich. Er sagte: „Die wirtschaftliche Entwicklung im Handwerk stagniert. Von Aufbruch kann derzeit keine Rede sein.“
Entwicklungen bei Beschäftigten und Marktstimmung
Die Zahl der Beschäftigten wird voraussichtlich um etwa 1,5 Prozent sinken. Demografische Veränderungen und die schwierige wirtschaftliche Lage sind die Gründe.
Für dich als Nachwuchskraft bietet der Fachkräftemangel dennoch Chancen. Die Marktstimmung im nordrhein-westfälischen Handwerk zeigt keine spürbare Dynamik.
Strukturelle Herausforderungen bestimmen die Situation. Langfristig bleibst du in praktischen Berufen aber stabil und sicher aufgestellt.
Stärkung des Mittelstands durch zielgerichtete Maßnahmen
Politische Entscheidungen im Jahr 2026 bestimmen, ob Betriebe gestärkt werden oder unter Bürokratie leiden. Für deine Zukunft in diesem Bereich sind klare Weichenstellungen entscheidend.
Impulse zur Wachstumsförderung für Betriebe
Der Handwerkspräsident Andreas Ehlert fordert eine grundlegende Wachstumsagenda. Sie muss den Mittelstand ins Zentrum stellen.
Die versprochene Stromsteuersenkung für alle kam nicht an. Stattdessen profitieren nur wenige Großunternehmen, finanziert von allen Steuerzahlern.
Ehlert verlangt, dass der Kanzler dieses Thema 2026 zur Chefsache macht. Nur so kommen Impulse bei den Betrieben an.
Vereinfachung von Bürokratie und Steuerbelastungen
Beim Bürokratieabbau fehlt die Konsequenz. Die Bonpflicht besteht weiter, das Sonntagsbackverbot auch. Beides belastet die Betriebe unnötig.
Ein Urteil des Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen bestätigt die Kritik an der komplizierten Grundsteuer. Die Landesregierung sollte ein einfaches Flächenmodell einführen.
Kommunale Verpackungssteuern treffen vor allem den Mittelstand. Sie erzeugen enorme Bürokratie. Ehlert fordert ein Verbot.
Steigende Lohnnebenkosten belasten dich als künftigen Arbeitgeber oder Arbeitnehmer. Eine Rückkehr zur 40-Prozent-Grenze bei Sozialabgaben ist nötig.
Handwerk ist krisensicher: „Keine KI montiert eine Wärmepumpe“
In einer Zeit, in der viele Einstiegspositionen durch Automatisierung verschwinden, eröffnet dir das Handwerk dauerhafte Perspektiven. Andreas Ehlert betont, dass dieses Gewerbe eine sichere Berufsperspektive bietet.
Seine Kernbotschaft ist eindeutig. Künstliche Intelligenz kann keine physische Arbeit leisten. Deine manuellen Fertigkeiten sind unersetzlich.
Karrierechancen und Ausbildungswege im Handwerk
Deine Chancen in diesem Bereich sind konkret. Die Ausbildungszahlen im nordrhein-westfälischen Handwerk bleiben stabil.
Im Baugewerbe verzeichnen wir sogar spürbare Zuwächse. Die Baukonjunktur zeigt erste Anzeichen für eine positive Trendwende.
Für dich bedeutet das: Die Branche investiert in Nachwuchskräfte. Du kannst mit einer klassischen Lehre beginnen.
Der Weg führt dich weiter zum Meisterbrief. Danach steht dir die Selbstständigkeit offen.
Deine Perspektiven als angehende Unternehmerin oder angehender Unternehmer
Deine Zukunft in diesem Sektor ist aktiv gestaltbar. Du gründest dein eigenes Unternehmen.
Die Zahl der beschäftigten Fachkräfte in den betrieben ist hoch. Die Nachfrage nach fundamentalen Dienstleistungen endet nie.
Gerade in unsicheren Zeiten bietet dir das nordrhein-westfälischen Handwerk besondere Stabilität. Deine Fähigkeiten sind morgen und übermorgen gefragt.
Ausblick und Zukunftsperspektiven für Handwerksbetriebe
Trotz einer angespannten wirtschaftlichen Lage blicken viele Betriebe mit Optimismus auf das Jahr 2026. Andreas Ehlert setzte einen positiven Akzent: Auch ein herausforderndes Jahr für den handwerklichen Mittelstand kann Zuversicht bedeuten.
Die Baukonjunktur zeigt erste Anzeichen für eine Trendwende. Dir als Interessiertem wird klar, dass wichtige Bereiche wieder an Dynamik gewinnen. Stabile Ausbildungszahlen im nordrhein-westfälischen Handwerk bestätigen dies.
Besonders erfreulich sind die Zuwächse im Baugewerbe. Junge Menschen erkennen dieses Gewerbe zunehmend als attraktive Karrieremöglichkeit. Deine manuellen Fertigkeiten sind durch Digitalisierung nicht zu ersetzen.
Das garantiert dir langfristige Beschäftigungssicherheit. Kurzfristige Herausforderungen stellen die grundsätzliche Krisensicherheit der Branche nicht in Frage. Für dich als Nachwuchskraft oder Quereinsteiger ergeben sich jetzt Chancen.
Wagst du den Einstieg, profitierst du von der erwarteten Erholung. Deine Berufswahl bietet persönliche Erfüllung und wirtschaftliche Stabilität. Das Handwerk ist eine zukunftsfeste Entscheidung für dich.
FAQ
Wie schätzt die nordrhein-westfälische Landesregierung die aktuelle wirtschaftliche Lage ein?
Die Situation wird als stabil, aber angespannt bewertet. Trotz Herausforderungen zeigt sich die Branche widerstandsfähig. Die Auftragsbücher sind gefüllt, besonders in Zukunftsfeldern wie der Gebäudetechnik. Eine gezielte Entlastung von Bürokratie und Steuern bleibt ein zentrales Anliegen für Betriebe.
Welche konkreten Maßnahmen fordert der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks?
Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer setzt sich für eine dauerhafte Stromsteuersenkung und die Abschaffung der Verpackungssteuer ein. Diese Schritte würden den Mittelstand direkt entlasten und Investitionen erleichtern. Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe zu stärken.
Warum gelten gewerbliche Betriebe als besonders krisenfest?
Fachkräfte erbringen essentielle Dienstleistungen, die nicht digital ersetzbar sind. Die manuelle Kompetenz, etwa bei der Installation komplexer Haustechnik, sichert langfristig Arbeitsplätze. Diese physische Präsenz schützt vor rein automatisierbaren Prozessen.
Welche Perspektiven bieten sich für junge Menschen in diesem Bereich?
Eine Ausbildung oder ein Studium eröffnet exzellente Karrierewege. Gesucht werden dringend motivierte Nachwuchskräfte. Viele Beschäftigte machen sich später mit einem eigenen Betrieb selbstständig und tragen so zur regionalen Wirtschaftskraft bei.