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IG Metall geht ohne Lohnverzicht in die Tarifrunde

Hinweis: Das Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erzeugt.

Die IG Metall zieht mit einer klaren Ansage in die kommende Tarifrunde: Lohnverzicht kommt nicht infrage. Gewerkschaftsvorsitzende Christiane Benner stellte die Position unmissverständlich klar. Das Ziel sei mindestens die Sicherung der Reallöhne für alle Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie.

Kaufkraft im Fokus, Arbeitsplätze auf dem Spiel

Die Lage in der deutschen Industrie ist angespannt. Tausende Arbeitsplätze sind bedroht, Werksschließungen und Stellenabbau stehen auf der Tagesordnung vieler Unternehmen. Trotzdem hält die IG Metall an ihrer Lohnlinie fest. Benner sieht Unternehmen und Politik gemeinsam in der Pflicht. Sie müssten Industriearbeitsplätze sichern und einer Deindustrialisierung entgegenwirken.

Für die Beschäftigten selbst sind gestiegene Preise das drängendste Thema. Lebensmittel und Gesundheitsleistungen kosten mehr. Die Inflationsrate ist zuletzt wieder gestiegen. Ein wachsender Teil der Belegschaften macht sich zudem Sorgen um die Zukunft des eigenen Betriebs und des eigenen Jobs.

Befragung zeigt gespaltenes Meinungsbild

Die IG Metall stützt ihre Position auf eine bundesweite Beschäftigtenbefragung. Knapp 47,8 Prozent der Befragten sprechen sich für moderate Lohnerhöhungen aus, rund 35 Prozent plädieren für kräftigere Anhebungen. Lohnverzicht als Lösung findet in der Belegschaft kaum Rückhalt.

Die genaue Lohnforderung steht noch nicht fest. Der Vorstand der IG Metall will diese am 23. September beschließen, vorher stimmt er sich mit den regionalen Tarifkommissionen ab. Die Verhandlungen mit den Arbeitgeberverbänden beginnen am 7. Oktober.

Bedeutung für den Mittelstand in NRW

In Nordrhein-Westfalen ist die Metall- und Elektroindustrie ein zentraler Wirtschaftsfaktor. Zahlreiche mittelständische Zulieferer, Maschinenbauer und Systemlieferanten sind direkt vom Tarifabschluss betroffen. Für viele Familienunternehmen gelten die Flächentarife als Orientierungsmarke, auch wenn sie nicht unmittelbar tarifgebunden sind.

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Steigende Personalkosten belasten Betriebe, die ohnehin mit schwacher Nachfrage und hohen Energiepreisen kämpfen. Gleichzeitig sind gut bezahlte Fachkräfte für viele Unternehmen der Region schwer zu gewinnen und zu halten. Der Tarifabschluss wird diesen Spagat widerspiegeln müssen.

35-Stunden-Woche bleibt Thema

Neben der Lohnfrage beharrt die IG Metall auf der 35-Stunden-Woche als tariflichem Rahmen. Eine Ausweitung der Arbeitszeit ohne entsprechenden Ausgleich lehnt die Gewerkschaft ab. Arbeitgeberseite und Gewerkschaft dürften hier erneut aufeinanderprallen.

Fazit

Die IG Metall geht mit einer kompromisslosen Haltung in die Verhandlungen. Lohnverzicht ist für sie kein Instrument der Krisenbewältigung. Die offizielle Forderung folgt Ende September, die Verhandlungen starten Anfang Oktober. Für den Mittelstand in NRW wird das Ergebnis spürbare Konsequenzen haben.

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