Politik

IHK NRW: Wirtschaft und Politik debattieren im Landtag

Die Industrie- und Handelskammern in Nordrhein-Westfalen haben gemeinsam mit dem Landtag NRW zum Parlamentarischen Abend geladen. Rund 300 Gäste aus Landesregierung, Politik, Wirtschaft und Bildung folgten der Einladung. Der Abend bot Unternehmern und Abgeordneten die Möglichkeit zum direkten Austausch.

Landtagspräsident eröffnet den Dialog

André Kuper, Präsident des Landtags Nordrhein-Westfalen, eröffnete die Veranstaltung mit einer Ansprache an die Gäste. Er unterstrich damit den Stellenwert des Formats als etablierter Kommunikationskanal zwischen Parlament und Wirtschaft. Der Parlamentarische Abend der IHK NRW ist ein regelmäßig stattfindendes Treffen. Es bringt Entscheider aus Unternehmen und Politik an einen Tisch.

Fachkräftemangel bleibt zentrales Thema

Ein Schwerpunkt der Diskussionen war der Fachkräftemangel in Nordrhein-Westfalen. Die IHK NRW hatte das Thema bereits in früheren Jahren auf die Agenda gesetzt. Die Frage lautet: Wie sichern Unternehmen im Land ihren künftigen Nachwuchs?

Die Kammern präsentierten konkrete Initiativen aus der Wirtschaft vor Ort. Dabei ging es unter anderem um die Verbesserung von Praktika. IHK und Handwerkskammer haben dazu eigens Umfragen gestartet. Ziel ist es, Schülerinnen und Schüler früher und gezielter an Ausbildungsberufe heranzuführen.

Wirtschaft als Sicherheitsfaktor

Ein weiteres Thema des Abends war die Frage nach der Widerstandsfähigkeit der Wirtschaft in Krisenzeiten. Vertreter aus Politik, Mittelstand und Industrie diskutierten, welche Rolle Unternehmen für die Stabilität und Sicherheit des Landes spielen. Gerade kleine und mittlere Betriebe gelten als Rückgrat der nordrhein-westfälischen Wirtschaft. Ihre Funktionsfähigkeit in schwierigen Zeiten ist für das Land von strategischer Bedeutung.

Format mit langer Tradition

Der Parlamentarische Abend der IHK NRW hat sich als festes Format im politischen Kalender des Landes etabliert. Er schafft einen direkten Zugang für Unternehmer zu politischen Entscheidern. Vergleichbare Formate gibt es auch bei anderen Wirtschaftsorganisationen. Die Wirtschaftsjunioren NRW etwa nutzen seit 2018 einen eigenen Parlamentarischen Abend für den Wissenstransfer mit dem Landtag.

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Die IHK zu Essen ergänzt das Format auf regionaler Ebene. Dort treffen sich IHK-Vertreter und Stadtspitzen der MEO-Region regelmäßig zum Gespräch. Solche Formate schaffen Verbindlichkeit. Sie verhindern, dass wirtschaftspolitische Anliegen im Tagesgeschäft untergehen.

Fazit: Dialog ist kein Selbstzweck

Der Parlamentarische Abend der IHK NRW zeigt, wie organisierter Wirtschaftsdialog funktioniert. Konkrete Themen, klare Formate und hochrangige Teilnehmer sorgen dafür, dass Ergebnisse entstehen können. Ob daraus politische Maßnahmen folgen, liegt an den Beteiligten. Die Unternehmen in Nordrhein-Westfalen haben ihre Erwartungen klar formuliert: Sie brauchen mehr Fachkräfte, bessere Rahmenbedingungen und eine Politik, die ihre Rolle für die Stabilität des Landes anerkennt.

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