Energie

Kleve: Gewerbegebiete sollen klimaneutral werden

Kleve macht Ernst mit dem Klimaschutz in seinen Gewerbegebieten. Die Wirtschaft, Tourismus und Marketing Stadt Kleve GmbH (WTM) startet eine Unternehmensumfrage in den Industrie- und Gewerbegebieten der Stadt. Grundlage ist ein Auftrag des Klever Stadtrats. Ziel ist es, die lokalen Gewerbegebiete schrittweise klimaneutral zu gestalten.

Stadtrat erteilt den Auftrag

Der Klever Stadtrat hat die Initiative ergriffen und die Verwaltung beauftragt, die Potenziale für mehr Klimaschutz in den Gewerbegebieten systematisch zu erfassen. Die WTM übernimmt die operative Umsetzung und arbeitet dabei mit dem städtischen Fachbereich für Klimaschutz, Umwelt und Nachhaltigkeit zusammen.

Die WTM ist die zentrale Anlaufstelle für Wirtschaftsförderung in Kleve. Sie unterstützt Unternehmen bei Gründung und Wachstum. Nun kommt eine neue Aufgabe hinzu: die Bestandsunternehmen auf dem Weg zur Klimaneutralität zu begleiten.

Online-Umfrage als erster Schritt

Der Prozess beginnt mit einer Online-Umfrage. Die WTM tritt direkt an die Unternehmen in den Gewerbegebieten heran, verbreitet die Umfrage und wirbt für eine rege Beteiligung. Im Mittelpunkt stehen Fragen zu Energieverbrauch und Klimaschutzmaßnahmen.

Es handelt sich um einen sogenannten Potenzialcheck. Die Ergebnisse sollen zeigen, wo Unternehmen bereits aktiv sind und wo noch Handlungsbedarf besteht. Auf dieser Datenbasis will die Stadt konkrete Maßnahmen ableiten.

Was die Umfrage leisten soll

Der Potenzialcheck ist als Bestandsaufnahme angelegt. Die Stadt will wissen, wie viel Energie die Betriebe verbrauchen, welche erneuerbaren Energien bereits genutzt werden und welche Investitionen die Unternehmen bereit sind zu tätigen.

Die gewonnenen Daten fließen in ein Gesamtkonzept für klimaneutrale Gewerbegebiete ein. Für die ansässigen Betriebe kann das konkrete Unterstützungsangebote bedeuten, etwa bei der Energieberatung oder bei der Vermittlung von Fördermitteln.

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Klimaschutz als kommunale Aufgabe

Kleve steht damit nicht allein. Viele Kommunen in Nordrhein-Westfalen suchen nach Wegen, ihre Gewerbeflächen nachhaltiger zu gestalten. Gewerbegebiete gelten als erhebliche Energieverbraucher, bieten aber zugleich Potenzial für dezentrale Energieerzeugung, etwa durch Photovoltaikanlagen auf Hallendächern.

Die Herausforderung liegt in der Koordination. Viele kleine und mittlere Unternehmen agieren bislang unabhängig voneinander. Eine gemeinsame Strategie auf Gebietsebene könnte Synergien schaffen. Sammelbestellungen für Energietechnik oder gemeinsame Netzeinspeisungen sind mögliche Ansätze.

Wirtschaftsförderung als Brücke zwischen Stadt und Betrieben

Die WTM hat dabei eine Schlüsselrolle. Als Schnittstelle zwischen Verwaltung und Wirtschaft genießt sie Vertrauen bei den Unternehmen. Klimaschutzmaßnahmen gelingen nur, wenn die Betriebe mitmachen.

Steigende Energiekosten haben das Bewusstsein in vielen Unternehmen geschärft. Betriebe suchen nach Wegen, ihren Verbrauch zu senken. Kommunale Initiativen wie die Klever Umfrage können dabei helfen, den richtigen Einstieg zu finden.

Fazit

Kleve geht mit dem Potenzialcheck einen pragmatischen Weg: erst Daten erheben, dann handeln. Die Online-Umfrage der WTM ist der erste Baustein für klimaneutrale Gewerbegebiete. Ob daraus ein wirksames Konzept wird, hängt von der Beteiligung der Unternehmen ab.

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