Unternehmen aus NRW

Klosterfrau wagt Schritt ins Einzelhandelsgeschäft

Ein Kölner Traditionsunternehmen betritt Neuland. Die Klosterfrau Gruppe hat an ihrem Hauptsitz in der Gereonstraße 54 im Kölner Gereonsviertel den bundesweit ersten eigenen Ladengeschäft zur Pflegelinie Maria Galland Paris eröffnet. Für das fast 200 Jahre alte Unternehmen ist es ein ungewöhnlicher Schritt: raus aus dem Großhandel, rein in den direkten Kundenkontakt.

Ein Unternehmen mit langer Geschichte

Klosterfrau blickt auf eine bemerkenswerte Unternehmensgeschichte zurück. Gegründet wurde das Unternehmen 1826 von Maria Clementine Martin. Sie begann am Kölner Dom mit der Herstellung von Melissengeist. Aus diesem kleinen Anfang entwickelte sich eine internationale Unternehmensgruppe. Heute gehört die Klosterfrau Gruppe zu den etablierten Adressen im Bereich Gesundheits- und Pflegeprodukte.

Die Marke Maria Galland Paris steht für Luxuskosmetik im Hochpreissegment. Solche Produkte zeichnen sich durch hochwertige Inhaltsstoffe, aufwendige Herstellung und entsprechend hohe Preise aus. Der Markt für Luxuspflege ist stabil. Anspruchsvolle Kundinnen und Kunden fragen diese Produkte auch in wirtschaftlich schwierigen Phasen nach.

Standort am Firmensitz: eine bewusste Entscheidung

Die Wahl des Standorts ist kein Zufall. Das neue Ladengeschäft befindet sich direkt am Unternehmenssitz in der Gereonstraße 54. Das Gereonsviertel liegt zentral in Köln. Es ist gut erreichbar und hat einen urbanen Charakter. Für ein erstes Pilotprojekt im Einzelhandel ist das eine solide Basis.

Mit dem Store testet Klosterfrau, wie der direkte Vertrieb über ein eigenes Ladenkonzept funktioniert. Bisher setzte das Unternehmen vor allem auf den indirekten Absatzweg über Apotheken, Drogerien und den Fachhandel. Ein eigener Store bedeutet direkten Kontakt zur Endkundschaft. Das ermöglicht bessere Rückmeldungen und eine gezieltere Markenpflege.

Trend zur Eigenvermarktung im Mittelstand

Klosterfrau ist kein Einzelfall. Viele mittelständische Unternehmen erschließen eigene Vertriebskanäle. Der stationäre Handel leidet unter dem Onlinewettbewerb. Gleichzeitig suchen Konsumenten bei Premiummarken oft das Erlebnis vor Ort. Ein eigener Store kann beides verbinden: Markenpräsenz und persönliche Beratung.

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Für Luxusmarken gilt das besonders. Wer hochpreisige Pflegeprodukte kauft, erwartet eine passende Einkaufsatmosphäre. Ein eigener Store gibt dem Unternehmen die volle Kontrolle über Präsentation, Beratung und Kundenerlebnis. Das ist über den Fachhandel nur begrenzt möglich.

Erster Store als Testballon

Ob weitere Standorte folgen, ist nicht bekannt. Der Kölner Store ist zunächst der erste und einzige seiner Art in Deutschland. Klosterfrau dürfte die Resonanz genau beobachten. Läuft das Konzept gut, könnte es auf andere Städte ausgedehnt werden. Der Heimatmarkt Köln eignet sich als Testumgebung gut. Die Stadt ist groß, urban und kaufkräftig.

Fazit

Mit dem neuen Kosmetikstore in Köln setzt Klosterfrau ein klares Signal. Das Unternehmen erschließt nach fast 200 Jahren einen neuen Vertriebsweg. Der direkte Kontakt zur Kundschaft kann die Marke Maria Galland Paris stärken. Ob das Konzept trägt, wird der Markt entscheiden. Der erste Schritt ist getan.

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