Unternehmen aus NRW

Kodi beantragt zum zweiten Mal Insolvenz: 50 Filialen vor dem Aus

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Der Haushaltswaren-Discounter Kodi steckt erneut in der Insolvenz. Die Kodi Handels GmbH hat beim Amtsgericht Halle (Saale) einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt. Das Unternehmen bestätigte den Schritt. Der Geschäftsführer rechnet mit der Schließung von rund 50 Filialen.

Zweiter Rettungsversuch innerhalb von eineinhalb Jahren

Bereits 2024 hatte Kodi ein Schutzschirmverfahren beantragt. Eine Sanierung sollte das Unternehmen stabilisieren. Der Versuch scheiterte. Kaum eineinhalb Jahre später steht Kodi erneut vor dem finanziellen Aus.

Als Begründung nennt das Unternehmen die schwierige Lage im deutschen Einzelhandel. Gestiegene Betriebskosten, schwache Konsumnachfrage und der Druck durch den Online-Handel belasten das stationäre Geschäft seit Jahren. Kodi betreibt bundesweit Filialen, die vor allem Haushaltsartikel, Dekorationsware und Alltagsprodukte zu günstigen Preisen verkaufen.

Insolvenz in Eigenverwaltung: Was das bedeutet

Bei der Eigenverwaltung behält das Unternehmen die Kontrolle über seine Geschäfte. Ein Sachwalter überwacht den Prozess. Ziel ist es, das Unternehmen zu sanieren und möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten.

Ob das diesmal gelingt, ist offen. Der erste Sanierungsversuch hat gezeigt, dass strukturelle Probleme mit einem Schutzschirmverfahren allein nicht zu lösen sind. Diesmal sollen rund 50 Filialen geschlossen werden. Wie viele Beschäftigte davon betroffen sind, ist bisher nicht bekannt.

Branchenweite Krise

Kodi steht nicht allein. Der stationäre Einzelhandel in Deutschland verzeichnet seit Monaten eine Serie von Insolvenzen und Filialschließungen. Discounter und Nonfood-Händler trifft es besonders hart. Verbraucher geben weniger Geld für Haushaltswaren und Dekorationsartikel aus, der Preisdruck durch Online-Plattformen verschärft die Lage.

Auswirkungen auf Standorte in NRW

Kodi betreibt auch in Nordrhein-Westfalen mehrere Filialen. Welche davon geschlossen werden, hat das Unternehmen noch nicht mitgeteilt. Für Mitarbeiter und Vermieter der Ladenlokale bedeutet das Unsicherheit.

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Leerstand in Innenstädten und Einkaufszentren ist in vielen NRW-Kommunen bereits ein Thema. Weitere Filialschließungen könnten die Situation in betroffenen Lagen verschlechtern.

Sanierung unter erschwerten Bedingungen

Rund 50 Filialen sollen wegfallen. Das Ziel ist ein schlankeres, überlebensfähiges Unternehmen. Der erste Versuch ist gescheitert, der zweite startet unter denselben schwierigen Marktbedingungen. Wie viele Beschäftigte ihren Job verlieren und welche Standorte schließen, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.

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