Kodi schließt 19 NRW-Filialen – Oberhausen bleibt vorerst verschont
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Der Discounter Kodi schließt 19 seiner 144 Filialen in Nordrhein-Westfalen. Der Räumungsverkauf hat bereits begonnen. Für weitere 56 Standorte laufen noch Verhandlungen über eine Fortführung. Betroffen sind unter anderem Städte wie Düsseldorf-Oberbilk und Mönchengladbach-Wickrath. Die Oberhausener Standorte stehen nicht auf der Schließungsliste.
Sanierung mit harten Schnitten
Kodi befindet sich in einem laufenden Sanierungsprozess. Das Unternehmen hat seinen Firmensitz in Oberhausen; die Gesellschaft ist in Landsberg in Sachsen-Anhalt ansässig. Gegründet wurde die Kette 1981 unter dem Namen Koch Discount. Kodi beschäftigt knapp 2.300 Mitarbeiter in rund 210 Filialen in Nordrhein-Westfalen.
Das Sortiment liegt schwerpunktmäßig auf Haushaltswaren und Drogerieartikeln. Kodi ist ein typischer Vertreter des Non-Food-Discount-Segments. Diese Sparte steht seit Jahren unter Druck. Veränderte Kaufgewohnheiten und der Wettbewerb durch Online-Händler belasten das Geschäftsmodell.
Die 19 Schließungen in NRW verteilen sich auf 18 Städte. Kunden können die verbleibenden Waren dort noch zu reduzierten Preisen kaufen.
Oberhausen: Standorte noch unter Prüfung
Oberhausen ist der Firmensitz von Kodi. Die dortigen Filialen stehen nicht auf der Schließungsliste. Das Unternehmen prüft jedoch einzelne Standorte weiterhin. Einige sollen erhalten bleiben, andere stehen noch zur Disposition.
Eine endgültige Entscheidung über alle verbleibenden Standorte ist noch nicht gefallen. Für 56 Filialen laufen Verhandlungen, deren Ausgang offen ist. Für Mitarbeiter und Vermieter bedeutet das weiterhin Unsicherheit.
Einzelhandel unter Druck
Kodi steht mit seinen Problemen nicht allein. Zeitgleich schließt der Agrarhändler BayWa 43 Märkte in Deutschland. Auch andere Einzelhändler prüfen ihr Filialnetz. Der stationäre Einzelhandel steht strukturell unter Druck.
Einzelhandelslagen in Innenstädten und Randlagen verlieren Frequenz. Leerstände entstehen, wenn große Ketten sich zurückziehen. Kommunen und Stadtentwickler müssen auf diese Entwicklung reagieren.
Kodi sucht neue Stabilität
Der Sanierungsprozess bei Kodi ist noch nicht abgeschlossen. Ob das Unternehmen dauerhaft stabil aufgestellt werden kann, hängt von den laufenden Verhandlungen ab. Für die knapp 2.300 Beschäftigten bleibt die Lage angespannt. Oberhausen als Firmensitz ist vorerst nicht direkt betroffen, die Prüfung einzelner Standorte läuft jedoch weiter.



