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Kölner HGK: Streit um Vorstandsgröße spitzt sich zu

Hinweis: Das Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erzeugt.

Die Häfen und Güterverkehr Köln AG findet keine Ruhe. Beim städtischen Logistikunternehmen schwelt der nächste Konflikt. Diesmal geht es um die Frage, ob der Vorstand künftig zwei oder drei Mitglieder haben soll. Der Aufsichtsrat muss entscheiden.

Streit um Vorstandsposten

Die Frage klingt technisch, hat aber politische Sprengkraft. Soll die HGK AG mit einem dreiköpfigen Vorstand geführt werden oder reichen zwei Mitglieder? Der Aufsichtsrat berät darüber in einer Sitzung. Ein Ergebnis ist offen.

Hintergrund ist eine Führungskrise, die das Unternehmen seit Monaten beschäftigt. Im Mai 2025 eskalierte der Streit in einer Aufsichtsratssitzung. Es kam zum Eklat. Aufsichtsratsvorsitzende Susana dos Santos Herrmann trat zurück. Die SPD-Politikerin zog damit die Konsequenzen aus einer Niederlage.

Ihr favorisierter Kandidat für den Vorstandsvorsitz war gescheitert. Der Aufsichtsrat votierte stattdessen mit deutlicher Mehrheit für Steffen Bauer. Bauer ist CEO der HGK Shipping GmbH. Er soll künftig auch die Muttergesellschaft, die HGK AG, führen.

Millionenverluste und ungeklärte Fragen

Der Personalstreit ist nicht das einzige Problem. Die HGK steht auch wegen konkreter Geschäftsentscheidungen unter Druck. Im Kölner Norden, im Stadtteil Niehl, läuft ein Immobilienprojekt schlecht.

Statt mit einem eigenen Grundstück Gewinne zu erzielen, droht dem Unternehmen ein Millionenverlust. Der Aufsichtsrat musste sich mit dem teuren Ausstieg aus dem Projekt befassen. Details wurden nicht öffentlich gemacht.

Interne Bewertungen werfen Fragen zur Vertragskonstruktion auf. Auch die Wirtschaftlichkeit des Projekts steht in der Kritik. Dazu gibt es Fragen zu möglichen geschäftlichen Kontakten des früheren HGK-Chefs. Belastbare Antworten stehen noch aus.

Städtisches Unternehmen unter Beobachtung

Die HGK ist kein kleines Unternehmen. Sie betreibt Häfen, Schienenwege und logistische Infrastruktur in der Region Köln. Die Stadt Köln ist Hauptgesellschafterin. Das macht jeden Führungskonflikt zur öffentlichen Angelegenheit.

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Stadtrat und Öffentlichkeit verfolgen die Vorgänge aufmerksam. Die wiederholten Turbulenzen schaden dem Ruf des Unternehmens. Investoren, Geschäftspartner und Mitarbeiter brauchen Stabilität. Die fehlt derzeit.

Neue Führung, alte Probleme

Mit Steffen Bauer soll ein Neuanfang gelingen. Bauer kennt das Unternehmen. Als Chef der HGK Shipping GmbH gehört er zur Gruppe. Er soll die Strukturen kennen und hat die Mehrheit im Aufsichtsrat hinter sich.

Doch die Altlasten bleiben. Das Niehl-Projekt muss abgewickelt werden. Die Fragen zur Amtszeit des früheren Vorstandschefs sind ungeklärt. Und die Debatte über die richtige Vorstandsgröße zeigt: Auch intern ist das letzte Wort noch nicht gesprochen.

Ob zwei oder drei Vorstandsmitglieder die bessere Lösung sind, ist keine rein organisatorische Frage. Dahinter stehen Machtfragen und unterschiedliche Vorstellungen über die Ausrichtung des Unternehmens.

Vertrauen muss erst noch wachsen

Der Führungswechsel an der Spitze war ein Schritt. Doch der anhaltende Streit über die Vorstandsstruktur zeigt, dass der Konflikt noch nicht beendet ist.

Für ein Unternehmen dieser Größe und Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Köln sind die Dauerturbulenzen kein gutes Zeichen. Der Aufsichtsrat muss nun klare Entscheidungen treffen und hinter ihnen stehen.

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