Kölner Medienhaus DuMont steigt bei Live-Entertainment-Start-up ein
Hinweis: Das Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erzeugt.
Der Kölner Medienkonzern DuMont baut sein digitales Geschäft aus. Das Regionalmediengeschäft des Hauses hat sich mehrheitlich an der Dreamlight Labs GmbH beteiligt. Das Unternehmen gilt als eines der am schnellsten wachsenden Unternehmen im europäischen Live-Entertainment. Die Transaktion wurde am 4. August 2026 bekanntgegeben.
Dreamlight Labs: Wachstum im Live-Entertainment
Dreamlight Labs wurde 2024 gegründet und hat sich auf qualitative Event-Formate spezialisiert. In kurzer Zeit hat das Unternehmen im europäischen Live-Entertainment-Markt Bekanntheit erlangt. Konkrete Umsatzzahlen nannte DuMont nicht.
Für DuMont ist die Beteiligung ein strategischer Schritt. Das Haus setzt damit gezielt auf das Wachstumssegment Live-Events. Qualitative Veranstaltungsformate sollen künftig stärker im Zentrum des Regionalmediengeschäfts stehen.
Verknüpfung mit Plattform Rausgegangen
DuMont plant, Dreamlight Labs mit der Plattform Rausgegangen zu verzahnen. Rausgegangen ist eine Community- und Eventplattform, die bereits zum DuMont-Portfolio gehört. Gemeinsam sollen beide Angebote eine integrierte Plattform für lokale Communities und Eventformate bilden.
Das Modell zielt auf die Verbindung von redaktionellen Inhalten, lokalen Veranstaltungen und Community-Funktionen. Damit folgt DuMont einem Ansatz, den das Haus auch beim Kölner Stadt-Anzeiger verfolgt. Dort verbindet das Produkt KStA.Connect Nachrichten mit lokalen Services und Veranstaltungen. Künstliche Intelligenz hat dabei eine tragende Rolle.
Strategische Neuausrichtung bei DuMont
Die Beteiligung an Dreamlight Labs fügt sich in eine breitere Neuausrichtung bei DuMont ein. Das Haus investiert in digitale und eventbasierte Geschäftsmodelle. Klassische Reichweite allein reicht als Geschäftsgrundlage nicht mehr aus. DuMont setzt stattdessen auf die Kombination aus Medienmarke, Community und Live-Erlebnis.
Auch personell gibt es Veränderungen. DuMont hat einen Nachfolger für den bisherigen KStA-Chef Thomas Schultz-Homberg bekanntgegeben. Details zur Nachfolge wurden bislang nicht vollständig veröffentlicht.
Regionalmedien unter Druck
Regionalzeitungen und deren digitale Ableger stehen seit Jahren unter wirtschaftlichem Druck. Werbeerlöse sinken, Abonnentenzahlen stagnieren oder gehen zurück. Viele Häuser suchen nach neuen Erlösquellen. DuMont versucht, diesen Druck durch den Aufbau plattformbasierter Angebote abzufedern.
Events und lokale Communities gelten in der Branche als Ergänzung zum klassischen Nachrichtengeschäft. Sie schaffen direkte Bindung zur Leserschaft und ermöglichen neue Werbe- und Ticketingmodelle. Ob das Konzept trägt, muss sich in der Praxis zeigen.
Fazit
Mit der Mehrheitsübernahme an Dreamlight Labs setzt DuMont auf Wachstum jenseits des klassischen Journalismus. Die Verknüpfung von Medienmarke, Eventformat und Community-Plattform ist der gewählte Weg. Ob das Modell wirtschaftlich trägt, wird sich in den nächsten Jahren zeigen.



