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Kreislaufwirtschaft: Kölner Azubis werden zu Circularity-Scouts

Hinweis: Das Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erzeugt.

Die IHK Köln setzt auf den Berufsnachwuchs, wenn es um Kreislaufwirtschaft geht. Gemeinsam mit dem Kölner Umweltdienstleister Interseroh+ bietet die größte IHK in Nordrhein-Westfalen Auszubildenden eine kostenlose Zusatzqualifikation an. Das Programm trägt den Namen: Circularity-Scouts.

Was hinter dem Programm steckt

Azubis aus unterschiedlichen Berufen und Branchen lernen gemeinsam, wie Ressourcen effizienter genutzt werden können. Zirkuläre Wertschöpfung steht dabei im Mittelpunkt. Das bedeutet: Materialien sollen möglichst lange im Wirtschaftskreislauf bleiben, Abfall soll vermieden werden.

Das Programm ist bewusst breit angelegt. Ob Industriekaufmann, Elektroniker oder Einzelhandelskauffrau: Die Qualifikation steht Azubis aus allen Berufsfeldern offen. Kosten entstehen den Teilnehmenden nicht.

Nach der Vermittlung von Grundlagenwissen arbeiten die Azubis in kleinen Teams an konkreten Projekten. Sie entwickeln Effizienzlösungen für ihre eigenen Ausbildungsbetriebe. Am Ende präsentieren sie ihre Ergebnisse vor einer Jury.

Schirmherrschaft aus dem NRW-Ministerium

Das Programm hat politische Unterstützung. Mona Neubaur, Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, übernahm die Schirmherrschaft.

Initiiert wurde das Programm von Markus Müller-Drexel. Sein Ansatz: Auszubildende sollen frühzeitig für zirkuläres Wirtschaften sensibilisiert werden, bereits während der Ausbildung und nicht erst später im Berufsleben.

Gedenkpreis ehrt besondere Projekte

Inzwischen hat das Programm eine eigene Auszeichnung: den Markus Müller-Drexel Gedenkpreis. Die IHK Köln hat ihn gemeinsam mit Heike Drexel ins Leben gerufen. Der Preis würdigt herausragende Azubi-Projekte im Bereich der Kreislaufwirtschaft und erinnert an den Initiator des Programms.

Dr. Uwe Vetterlein, der bei der IHK Köln für das Thema verantwortlich zeichnet, betonte beim Circular Economy Forum, die IHK bringe dort viele innovative Akteure zusammen. Ziel sei es, durch Wettbewerbe konkrete Ideen für die Praxis zu entwickeln.

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Relevanz für den Mittelstand in NRW

Gerade für kleine und mittlere Unternehmen in NRW ist das Programm interessant. Der Kammerbezirk der IHK Köln ist der größte in NRW, rund die Hälfte der Mitgliedsunternehmen stammt aus der Region Köln und Umgebung.

Viele dieser Betriebe stehen vor der Aufgabe, ihre Prozesse ressourceneffizienter zu gestalten. Regulatorischer Druck, steigende Rohstoffpreise und veränderte Kundenanforderungen machen Kreislaufwirtschaft für den Mittelstand wirtschaftlich relevant.

Wer Azubis durch das Circularity-Scouts-Programm schickt, investiert in die Qualifikation des eigenen Nachwuchses und sucht gleichzeitig nach Einsparpotenzialen im eigenen Betrieb. Die Teams entwickeln ihre Projekte nicht im Labor, sondern direkt für den Ausbildungsbetrieb.

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