Masterflex holt Millionenvertrag: 5 Mio. Euro jährlich
Fünf Millionen Euro zusätzlicher Umsatz pro Jahr: Der Gelsenkirchener Spezialist für technische Schläuche, Masterflex, hat einen Meilenstein erreicht. Das börsennotierte Unternehmen schloss Ende Juni 2025 den größten Engineering- und Rahmenvertrag seiner Geschichte ab. Partner ist ein internationaler Großkunde. Der Vertrag läuft über mehrere Jahre.
Mehrjähriger Vertrag mit internationalem Großkunden
Der Rahmenvertrag sichert Masterflex ein jährliches Auftragsvolumen von rund fünf Millionen Euro. Das Unternehmen spricht von neuen Technologien und langfristigen Umsatzpotenzialen. Details zum Vertragspartner nannte Masterflex bislang nicht öffentlich.
Für den Wirtschaftsstandort Gelsenkirchen ist das ein klares Signal. Masterflex produziert in der Ruhrgebietsstadt Spiralschläuche aus Hochleistungskunststoff. Die Produkte kommen in der Lebensmittel-, Chemie- und Pharmaindustrie zum Einsatz. Der Auftrag bestätigt die technologische Leistungsfähigkeit des Unternehmens.
Strategie zahlt sich aus
Masterflex verfolgt seit einigen Jahren eine fokussierte Gruppenstrategie. Der neue Vertrag ist ein Ergebnis dieser Ausrichtung. Das Unternehmen setzt auf Engineering-Kompetenz und maßgeschneiderte Lösungen für anspruchsvolle Industrieanwendungen.
Solche Rahmenverträge sind für mittelständische Unternehmen besonders wertvoll. Sie schaffen Planungssicherheit über mehrere Jahre. Gleichzeitig öffnen sie Türen zu weiteren internationalen Kunden und Märkten.
Kreislaufwirtschaft als weiteres Standbein
Neben dem Großauftrag arbeitet Masterflex auch an Zukunftsthemen. Gemeinsam mit dem Unternehmen Nestro Lufttechnik erprobt die Gelsenkirchener Firma erstmals Absaugschläuche aus vollständig recyceltem Kunststoffmaterial im industriellen Einsatz. Ziel ist ein geschlossener Materialkreislauf.
Den Startschuss gab Nestro mit einer gesammelten Charge gebrauchter Schlauchleitungen. Masterflex verarbeitet dieses Material zu neuen Produkten. Das Projekt soll zeigen, dass Kreislaufwirtschaft in der industriellen Praxis funktioniert.
Dieser Ansatz passt zur aktuellen Nachfrage in der Industrie. Viele Abnehmer achten verstärkt auf Nachhaltigkeit in der Lieferkette. Masterflex positioniert sich damit frühzeitig für künftige Anforderungen seiner Kunden.
Gelsenkirchen als Produktionsstandort
Masterflex ist ein gutes Beispiel für industrielle Kompetenz im Ruhrgebiet. Das Unternehmen ist börsennotiert und produziert dennoch am Stammsitz in Gelsenkirchen. Die Fertigung hochwertiger Speziallösungen bleibt damit in Nordrhein-Westfalen.
Für die Stadt Gelsenkirchen bedeutet das Arbeitsplätze und Steuereinnahmen. Der Wirtschaftsstandort profitiert von einem Unternehmen, das auf technologische Nischen setzt statt auf Massenproduktion.
Fazit
Der neue Großauftrag zeigt, dass technologische Spezialisierung sich auszahlt. Masterflex hat sich in einem engen Marktsegment eine starke Position erarbeitet. Fünf Millionen Euro Jahresumsatz aus einem einzigen Rahmenvertrag sind für ein mittelständisch geprägtes Unternehmen eine erhebliche Größe. Gelingt es, diesen Kunden langfristig zu binden und weitere Großverträge zu gewinnen, hat das Gelsenkirchener Unternehmen gute Aussichten auf stabiles Wachstum.



