Ministerin Neubaur besucht Vorreiter: NRW-Mittelstand setzt auf Zukunftstechnik
Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur hat im Rahmen der NRW Innovation Tour 2026 mehrere mittelständische Unternehmen in Nordrhein-Westfalen besucht. Die Tour führte sie nach Emsdetten, Detmold, Köln, Overath und Königswinter. Das Ziel: zeigen, wie technologische Innovation im Mittelstand konkret funktioniert.
Wasserstoff aus dem Mittelstand heraus
In Emsdetten unterstützen Fachleute mittelständische Betriebe beim Einsatz von Wasserstofftechnologien. Der Standort steht exemplarisch für die Strategie des Landes. NRW hat eine eigene Wasserstoff-Roadmap entwickelt. Forschung, Innovation und industrielle Anwendung sollen dabei eng verzahnt werden.
Nordrhein-Westfalen gilt als einer der führenden Wasserstoff-Standorte in Deutschland. Das Land verfügt über eine dichte Forschungsinfrastruktur und starke Industrieregionen. Der Mittelstand soll dabei nicht nur Abnehmer sein, sondern aktiv mitgestalten.
Detmold: Strom direkt aus der Fabrik
In Detmold arbeiten Unternehmen an Lösungen für betriebliche Ladeinfrastruktur. Elektroautos sollen dort besonders effizient mit Strom versorgt werden. Der Clou: Die Energie kommt direkt aus dem Betrieb vor Ort. Damit verbinden Unternehmen eigene Produktion mit nachhaltigem Mobilitätsmanagement.
Betriebliche Ladeinfrastruktur gilt als wachsendes Handlungsfeld für den Mittelstand. Viele Unternehmen stehen vor der Frage, wie sie Flottenumstellungen wirtschaftlich gestalten können. Die Detmolder Ansätze zeigen einen möglichen Weg.
Kreislaufprodukte: Wertschöpfung neu gedacht
Ein weiteres Thema der Tour war die Kreislaufwirtschaft. Unternehmen entwickeln Produkte, die nach dem Ende ihrer Nutzungsdauer wieder in den Produktionskreislauf zurückfließen. Das schont Ressourcen und senkt Kosten. Für den Mittelstand bedeutet das auch neue Geschäftsmodelle.
Kreislaufprodukte sind kein Nischenthema mehr. Regulatorischer Druck aus Brüssel und steigende Rohstoffpreise machen das Thema wirtschaftlich relevant. Betriebe, die früh umstellen, sichern sich Wettbewerbsvorteile.
Köln, Overath, Königswinter: Innovation im Rheinland
Im Rheinland besuchte Ministerin Neubaur drei weitere Unternehmen. In Köln, Overath und Königswinter zeigten Betriebe, wie technologische Innovationen Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit stärken. Konkrete Produkte und Prozesse standen dabei im Vordergrund.
Die Tour verdeutlicht ein Muster: Innovationen entstehen in NRW nicht nur in Großkonzernen. Sie kommen aus mittelständischen Betrieben, oft in enger Zusammenarbeit mit regionalen Forschungseinrichtungen und Hochschulen.
Mittelstand als Motor der Transformation
Die NRW Innovation Tour 2026 ist mehr als ein Besuchsprogramm. Sie ist ein politisches Signal. Das Land setzt auf den Mittelstand als Treiber wirtschaftlichen Wachstums und technologischen Wandels. Start-ups, Handwerksbetriebe und etablierte KMU sollen gleichermaßen einbezogen werden.
NRW hat rund 700.000 kleine und mittlere Unternehmen. Sie beschäftigen den Großteil der Arbeitnehmer im Land. Ihre Innovationskraft entscheidet maßgeblich darüber, wie wettbewerbsfähig die Region in den kommenden Jahren bleibt.
Fazit
Die NRW Innovation Tour 2026 zeigt: Der Mittelstand im Land arbeitet an konkreten Antworten auf die Herausforderungen der Transformation. Wasserstoff, Kreislaufwirtschaft und smarte Ladeinfrastruktur sind keine abstrakten Zukunftsthemen mehr. Sie entstehen in Betrieben in Emsdetten, Detmold und Köln. Die Politik begleitet diesen Prozess. Ob das reicht, um NRW als Innovationsstandort dauerhaft zu stärken, hängt auch davon ab, wie konsequent Förderung und Rahmenbedingungen gestaltet werden.