Neue Zeche Westerholt: Bund und Land investieren 56 Millionen Euro
56 Millionen Euro sind eine gewaltige Summe. Was passiert, wenn diese in ein einziges, historisches Gelände fließt? Ein ehemaliges Bergwerk im Ruhrgebiet bekommt eine zweite Chance.
Das alte Zechenareal Westerholt wandelt sich zu einem modernen Wirtschaftsquartier. Diese Veränderung ist ein Leuchtturmprojekt für den gesamten Strukturwandel der Region.
Am 5. Februar war es offiziell. Wirtschaftsstaatssekretärin Silke Krebs übergab den Förderbescheid. Empfänger waren Oberbürgermeisterin Andrea Henze und Bürgermeister Fred Toplak.
Die Gelder stammen aus einem speziellen Förderprogramm. Konkret sind es 53 Millionen Euro Bundesmittel und 2,9 Millionen Euro Landesmittel. Diese Finanzspritze läuft über die nächsten fünf Jahre.
Es ist ein Gemeinschaftsprojekt der Städte Gelsenkirchen und Herten. Gemeinsam gestalten sie die Zukunft dieses Ortes. Aus industriellem Erbe entstehen so neue Perspektiven.
Du siehst hier mehr als nur eine Baumaßnahme. Es geht um Arbeitsplätze, nachhaltige Stadtentwicklung und wirtschaftliche Ansiedlung. Ein ganzer Stadtteil erfindet sich neu.
Das Wichtigste in Kürze
- Das ehemalige Bergwerksgelände Westerholt erhält eine Finanzspritze in zweistelliger Millionenhöhe für seine Umwandlung.
- Die offizielle Übergabe des Förderbescheids fand am 5. Februar mit hochrangigen politischen Vertretern statt.
- Die Fördermittel setzen sich aus einem großen Anteil des Bundes und einem kleineren des Landes NRW zusammen.
- Die geplante Transformation erstreckt sich über einen Zeitraum von fünf Jahren, was eine gründliche Umsetzung ermöglicht.
- Es handelt sich um ein grenzüberschreitendes Projekt der Nachbarstädte Gelsenkirchen und Herten.
- Ziel ist die Schaffung eines zukunftsorientierten Wirtschaftsstandorts, der neue Jobs und nachhaltiges Wachstum bringt.
Hintergründe und Projektentwicklungen
Auf knapp 27 Hektar entsteht ein neues Kapitel für zwei Städte. Das ehemalige Bergwerksgelände liegt direkt auf der Grenze von Gelsenkirchen und Herten. Diese Lage macht das Vorhaben besonders.
Historische Perspektiven und Standortgeschichte
Die Zeche Westerholt steht für jahrzehntelange Bergbautradition. Das industrielle Erbe prägt das Ruhrgebiet. Das Gelände umfasst etwa 27 Hektar.
Umbaupläne und Fördermittelverteilung
Die Pläne sehen Gewerbequartiere und Wohnbereiche vor. 13 historische Gebäude bleiben erhalten. Dazu gehören die markanten Schachttürme.
Regionale Kooperation zwischen Gelsenkirchen und Herten
Gelsenkirchen und Herten arbeiten eng zusammen. Sie entwickeln ein interkommunales Hybridquartier. Ein Highlight wird der Radweg „Allee des Wandels“.
| Projektfakt | Wert | Erläuterung |
|---|---|---|
| Gesamtfläche | ~27 Hektar | Ehemaliges Bergwerksareal |
| Förderung Bund | 53 Millionen € | Hauptteil der Finanzierung |
| Förderung Land NRW | 2,9 Millionen € | Landesanteil |
| Erhaltene Gebäude | 13 | Inkl. Schachttürme |
| Kooperationspartner | 2 Städte | Gemeinsame Entwicklung |
Neue Zeche Westerholt: Bund und Land investieren 56 Millionen Euro
Um die Umwandlung des alten Zechenareals zu stemmen, fließen Gelder aus einem bundesweiten Topf. Dieses Vorhaben ist Teil des sogenannten 5-StandorteProgramms.
Überblick über die Investition und Förderprogramme
Das Programm setzt Strukturhilfen aus dem Investitionsgesetz Kohleregionen um. Es reagiert direkt auf das Ende der Steinkohleverstromung.
Der Bund stellt für diese Initiative bis zu 662 Millionen Euro bereit. Neben dem Projekt hier profitieren Standorte in Duisburg, Hamm, Herne und im Kreis Unna.
Die Finanzierung für dieses Gelände ist konkret. Sie setzt sich aus 53 Millionen Euro Bundesmitteln und 2,9 Millionen Euro Landesmitteln zusammen.
Wichtige Eckpunkte für dich:
- Die rechtliche Grundlage bildet das Investitionsgesetz Kohleregionen (InvKG).
- Die offizielle Übergabe des Förderbescheids erfolgte durch Staatssekretärin Silke Krebs.
- Die Mittel fließen über einen Zeitraum von fünf Jahren.
Wirtschaftsministerin Mona Neubaur betont: „Strukturwandel gelingt, wenn er konkret wird – für Städte, für Unternehmen und vor allem für die Menschen vor Ort.“
Die fünf Jahre geben Planungssicherheit. So kann aus der industriellen Geschichte ein lebendiger Zukunftsort entstehen.
Diese Förderung ist kein Einzelfall. Sie ist Teil einer großen Strategie für die ganze Region.
Zukunftsvisionen für das Wirtschaftsquartier
Die Pläne für das Areal verbinden nachhaltiges Wirtschaften mit modernem Stadtleben. Auf der Fläche entsteht eine Wirtschaftsfläche, die voll auf erneuerbare Energien setzt.
Konkrete Maßnahmen zur Flächenentwicklung
Zwei große Gewerbequartiere sind geplant. Sie entstehen auf dem alten Holzlagerplatz und entlang der Bahnlinie.
Das Stadtquartier folgt dem Konzept der 15-Minuten-Stadt. Hier liegen Arbeiten, Wohnen und Freizeit ganz nah beieinander.
Eine neue Achse von der Marler Straße zum S-Bahn-Haltepunkt Herten-Westerholt erschließt das Gelände optimal. Die ersten Bagger rollen im Sommer an.
Bis 2030 soll der erste Bauabschnitt fertig sein. Ein Schwerpunkt liegt auf der früheren Holzlagerfläche im Osten.
Erwartungen an neue Geschäftsmodelle und Arbeitsplatzschaffung
Das Wirtschaftsquartier will zukunftsfähige Unternehmen anziehen. Diese Betriebe sollen mit ihren Geschäftsmodellen zur nachhaltigen Entwicklung beitragen.
Für die Region sind rund 1.500 neue Arbeitsplätze vorgesehen. Diese Jobs sind klimaneutral gestaltet.
Die Vermarktung der Flächen startet ab 2029. Die Städte Gelsenkirchen und Herten schaffen so gemeinsam Perspektiven.
Schlussgedanken und Perspektiven
Die Transformation der ehemaligen Zeche Westerholt ist ein Musterbeispiel für gelungenen Wandel. Du siehst hier, wie aus industrieller Vergangenheit eine wirtschaftliche Zukunft wächst.
Die Investition von vielen Millionen Euro treibt den Strukturwandel im Ruhrgebiet voran. Diese Entwicklung erstreckt sich über mehrere Jahre. Erste Ergebnisse werden schon bald sichtbar.
Das Projekt bewahrt das Erbe der alten Zeche. Gleichzeitig entstehen moderne Nutzungen. Es kann als Vorbild für andere ehemalige Zechenstandorte dienen.
Die Kombination der Fördermittel macht diese Neugestaltung möglich. In den kommenden Jahren entsteht hier ein lebendiges Wirtschaftsquartier.
Die ehemalige Zeche Westerholt steht für eine größere Vision. Sie zeigt, wie das Ruhrgebiet seine Zukunft aktiv gestaltet.
FAQ
Was wird auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Westerholt geplant?
Auf dem Areal entsteht ein modernes Wirtschaftsquartier. Dieses Projekt verwandelt die alte Industriebrache in einen zukunftsfähigen Standort für innovative Unternehmen und schafft so neue Perspektiven für die Region zwischen Gelsenkirchen und Herten.
Woher kommen die Fördermittel für dieses große Vorhaben?
Die Finanzierung wird gemeinsam vom Bund und dem Land Nordrhein-Westfalen getragen. Beide Partner stellen im Rahmen eines speziellen Förderprogramms erhebliche Mittel bereit, um den Strukturwandel in diesem Gebiet aktiv zu gestalten und voranzutreiben.
Welche konkreten Ziele verfolgt die Entwicklung des neuen Quartiers?
Hauptziele sind die Schaffung von dauerhaften Arbeitsplätzen und die Ansiedlung zukunftsorientierter Geschäftsmodelle. Durch die gezielte Entwicklung der Flächen soll ein attraktives Umfeld für Firmen entstehen, die Wertschöpfung und Beschäftigung in die Region bringen.
Welche Rolle spielt die Zusammenarbeit der Kommunen?
Die Kooperation zwischen den Städten Gelsenkirchen und Herten ist ein zentraler Erfolgsfaktor. Gemeinsam arbeiten sie daran, die ehemalige Bergbaufläche als ein gemeinsames, starkes Wirtschaftsquartier zu positionieren und so die gesamte Region zu stärken.