Neusser Bauverein: Sportplatz weicht 116 Mietwohnungen
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Der Neusser Bauverein setzt seinen Wachstumskurs fort. Das städtische Wohnungsunternehmen hat ein ehemaliges Sportplatzgelände in Neuss erworben. Dort sollen 116 neue Mietwohnungen entstehen.
Größtes Wohnungsunternehmen im Rhein-Kreis baut weiter
Der Neusser Bauverein GmbH hat derzeit rund 7.500 Mietwohnungen in Neuss und ist damit der größte Wohnungsanbieter im Rhein-Kreis Neuss. Das Unternehmen ist eine Tochtergesellschaft der städtischen Neusser Bau und Immobilienmanagement GmbH und seit mehr als 135 Jahren in der Stadt aktiv.
Der Kauf des Sportplatzes ist kein Einzelprojekt. Der Bauverein hat nach eigenen Angaben bereits 1.167 neue Wohnungen in Planung oder Bau. Mehr als 1.000 neue Mietwohnungen sollen in den kommenden Jahren in Neuss entstehen.
Neue Projekte in Nordstadt und Weckhoven
Konkrete Standorte für neue Wohnbauprojekte sind unter anderem die Nordstadt und der Stadtteil Weckhoven. Freie Flächen und umgewidmete Areale wie der nun erworbene Sportplatz sind Teil dieser Strategie.
Die Umnutzung von Sportflächen für den Wohnungsbau ist stadtplanerisch nicht unumstritten. Sie erfordert in der Regel Abstimmungen mit der Stadt und den betroffenen Vereinen. Der Neusser Bauverein arbeitet dabei eng mit der Stadtverwaltung zusammen und ist als städtische Tochter in die kommunale Entwicklungsplanung eingebunden.
Finanzbasis der Expansion
Im Geschäftsjahr 2021 erzielte der Neusser Bauverein einen Jahresüberschuss von rund 1,16 Millionen Euro. Daraus zahlte das Unternehmen eine Dividende von rund 1,504 Millionen Euro an die Stadt Neuss.
Die Bilanzsumme des Unternehmens erreichte zuletzt einen neuen Rekordwert. Details zum genauen Betrag wurden im Rahmen des Geschäftsberichts veröffentlicht. Die positive Ertragslage verschafft dem Bauverein finanziellen Spielraum für Grundstückskäufe und Neubauprojekte.
Wohnungsmarkt Neuss: Bedarf bleibt hoch
Der Bedarf an Mietwohnungen in Neuss ist ungebrochen. Die Stadt liegt direkt am Rhein, grenzt an Düsseldorf und ist gut an den öffentlichen Nahverkehr angebunden, was sie für Pendler und Familien attraktiv macht.
Mit Stand Ende 2022 verwaltete der Bauverein 7.414 Wohnungen und 919 Häuser im Stadtgebiet. Der Erwerb des Sportplatzgeländes zeigt, dass das Unternehmen auch unkonventionelle Flächen nutzt, um neuen Wohnraum zu schaffen.
Fazit
Der Kauf des Sportplatzgeländes für 116 Wohnungen ist ein weiterer Schritt in einem Programm mit über 1.000 geplanten Einheiten. Das städtische Unternehmen nutzt seine stabile Finanzbasis, um den Wohnungsbau in Neuss voranzutreiben. Für die Stadt bedeutet das mehr Wohnraum und Einnahmen durch Dividendenausschüttungen.



