
NRW-Beirat Junge Digitale Wirtschaft: 20 Experten beraten Ministerin
Nordrhein-Westfalen bündelt seine Start-up-Politik in einem neuen Beratungsgremium. Das Wirtschaftsministerium hat den Beirat für die Junge Digitale Wirtschaft NRW eingerichtet. Zwanzig Expertinnen und Experten beraten Wirtschaftsministerin Mona Neubaur künftig zur Rolle von Start-ups bei der digitalen und nachhaltigen Transformation des Landes.
Breite Besetzung aus Praxis und Wissenschaft
Der Beirat vereint Gründerinnen und Gründer, Investoren, Hochschulvertreter und Verbandsexperten. Aus Düsseldorf sind drei Personen vertreten: Patric Faßbender, Madeleine Heuts und Christoph Büth. Büth ist Bereichsleiter Eigenkapitalfinanzierungen bei der NRW.BANK und bringt damit direkte Finanzierungsexpertise mit.
Aus dem Dortmunder Raum kommen ebenfalls bekannte Namen. Dr. Philipp Hüning, Gründer und CEO der Logistikbude, gehört dem Gremium an. Ebenso Dr. Wiebke Lüke, Gründerin und Geschäftsführerin der WEW GmbH. Sophia Tran aus Bonn, CEO von Spotlight! Ventures und Landessprecherin NRW im Bundesverband Deutsche Startups, ist ebenfalls dabei.
Die Wissenschaft ist durch Prof. Ada Pellert vertreten. Sie ist Rektorin der FernUniversität in Hagen und Sprecherin der Digitalen Hochschule NRW. Björn Niehaves, Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschaftsinformatik an der Universität Siegen, ergänzt die akademische Perspektive.
Handwerk und IT-Mittelstand eingebunden
Zum Beirat gehört auch Dr.-Ing. Fabian Schnabel, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Essen und zugleich Geschäftsführer der LokalesHandwerk.de GmbH. Seine Mitgliedschaft zeigt, dass das Gremium traditionelle Branchen ausdrücklich einschließt.
Den IT-Mittelstand vertritt Oliver Grün, Präsident und Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands IT-Mittelstand aus Aachen. Marcus Stahl, Co-Founder und Managing Partner der Boxine GmbH aus Düsseldorf, bringt unternehmerische Praxis aus dem digitalen Produktsegment mit.
Das Business-Angel-Netzwerk ist durch Dr. Ute Günther vertreten. Sie ist Vorsitzende des Business Angel Netzwerk Deutschland aus Essen. Dr. Claas Heise von der NRW.BANK in Düsseldorf deckt den Bereich Venture Capital und Frühphasenfinanzierung ab.
Mehr als fünf Millionen Euro jährlich für Gründer
Die Landesregierung stellt jährlich über fünf Millionen Euro für Maßnahmen zur Verbesserung des Gründungsklimas bereit. Ziel ist es, Start-ups beim Aufbau digitaler und nachhaltiger Geschäftsmodelle zu unterstützen. Gefördert werden sollen auch Kooperationen zwischen jungen Unternehmen und etablierten Mittelständlern.
Ein konkretes Förderprogramm ist das START-UP TRANSFER.NRW Stipendium. Es unterstützt die Entwicklung neuer Produkte, Dienstleistungen oder Verfahren bis zur Marktreife mit bis zu 240.000 Euro. Weitere Programme richten sich an Gründerinnen und Gründer im digitalen Bereich.

