NRW fördert KI in der Berufsausbildung mit 1,3 Millionen Euro
Hinweis: Das Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erzeugt.
Das NRW-Arbeitsministerium stellt rund 1,3 Millionen Euro für das Projekt „KI.Werkstatt Ausbildung NRW“ bereit. Ziel ist es, Künstliche Intelligenz direkt in den Ausbildungsalltag von Betrieben zu bringen. Die Universität Siegen übernimmt die wissenschaftliche Leitung. Zehn Modellbetriebe sind von Beginn an eingebunden.
Zwei KI-Systeme im Einsatz
Das Projekt setzt auf zwei kombinierte KI-Systeme. Ein sogenanntes Tracking-System analysiert in Echtzeit die praktischen Arbeitsschritte der Auszubildenden. Parallel dazu liefert eine Tutoring-KI individuelle Lernhilfen. Die Systeme sollen direkt auf den jeweiligen Ausbildungsort zugeschnitten werden.
Das Konzept geht damit über allgemeine Lern-Apps hinaus und greift konkret in den Werkstattalltag ein. Auszubildende erhalten Rückmeldungen genau in dem Moment, in dem sie einen Handgriff ausführen. Das soll Fehler früh sichtbar machen und die Lernkurve verkürzen.
Betriebe und Azubis gestalten mit
Ein zentraler Ansatz des Projekts ist die Einbindung der Praxis. Betriebe und Auszubildende sollen die KI-Lösungen nicht nur testen, sondern aktiv mitentwickeln. Die Universität Siegen begleitet diesen Prozess wissenschaftlich über zwei Jahre.
KI-Anwendungen, die am Schreibtisch entworfen werden, scheitern in der Werkstatt häufig an der Realität. Deshalb sollen die Lösungen von Anfang an aus dem Betrieb heraus entstehen.
Praxisbeispiel Siemens in Düsseldorf
Im Ausbildungs-Trainingscenter von Siemens in Düsseldorf wird bereits das Programm „AzubiTrain“ eingesetzt. Dort unterstützt KI Auszubildende beim Lernen und bei praktischen Aufgaben. Das Modell gilt als Referenz für das neue Landesprojekt.
Zweijährige Laufzeit, breite Wirkung geplant
Das Projekt läuft über zwei Jahre. Am Ende sollen die entwickelten Lösungen nicht nur in den zehn Modellbetrieben einsetzbar sein. Das Ministerium hat das Ziel, Ergebnisse auf weitere Ausbildungsbetriebe in NRW zu übertragen. Wie das konkret geschehen soll, wird im Projektverlauf erarbeitet.
Handwerk, Industrie und Dienstleistungsbetriebe stehen vor der Aufgabe, ihre Ausbildung zu modernisieren. KI kann dabei ein Werkzeug sein, sofern die Technologie zum Betrieb passt und nicht umgekehrt.
Fazit
Mit 1,3 Millionen Euro fördert NRW die Digitalisierung der Berufsausbildung. Das Projekt verbindet Forschung und Praxis. Ob die entwickelten KI-Lösungen am Ende tatsächlich skalieren, wird die zweijährige Projektlaufzeit zeigen.



