Politik

NRW wirbt in Istanbul um neue Wirtschaftspartnerschaften

Hinweis: Das Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erzeugt.

Nordrhein-Westfalen setzt auf engere Wirtschaftsbeziehungen mit der Türkei. Ministerpräsident Hendrik Wüst schloss am 29. September 2026 seine dreitägige Reise nach Istanbul mit einer Wirtschaftskonferenz ab. Im Mittelpunkt standen konkrete Unternehmensvereinbarungen zwischen NRW und türkischen Partnern.

Konferenz mit konkreten Ergebnissen

Im Rahmen der Istanbuler Wirtschaftskonferenz wurden mehrere Unternehmensvereinbarungen unterzeichnet. Details zu den beteiligten Firmen und dem genauen Volumen lagen zunächst nicht vor. Die Konferenz bildete den offiziellen Abschluss der dreitägigen Delegationsreise.

Für NRW-Unternehmen ist die Türkei ein relevanter Handelspartner. Die beiden Länder verbinden Jahrzehnte gemeinsamer Wirtschaftsgeschichte. Nordrhein-Westfalen hat die größte türkischstämmige Bevölkerung aller deutschen Bundesländer.

Begegnung mit einem Gastarbeiter-Pionier

Neben den Wirtschaftsgesprächen stand auch ein symbolträchtiger Termin auf dem Programm. Wüst unternahm einen Stadtrundgang mit Sabri Aydin. Der 91-Jährige kam 1961 als einer der ersten sogenannten Gastarbeiter aus der Türkei nach Deutschland.

Das Anwerbeabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Türkei wurde 1961 geschlossen. Es war der Beginn einer Migrationsgeschichte, die bis heute das Ruhrgebiet und ganz NRW prägt. Zehntausende folgten Aydin in den darauffolgenden Jahren nach Nordrhein-Westfalen.

Der Besuch bei Aydin verwies auf die doppelte Dimension der Reise: wirtschaftliche Interessen auf der einen, gesellschaftliche und historische Verbundenheit auf der anderen Seite.

Bedeutung für den NRW-Mittelstand

Für kleine und mittelständische Unternehmen in NRW können solche Delegationsreisen konkrete Chancen eröffnen. Regierungsbesuche öffnen Türen, die Unternehmen allein schwerer aufstoßen könnten. Firmen aus dem Maschinenbau, der Logistik und dem Handel blicken auf die türkischen Märkte.

Istanbul ist ein zentraler Knotenpunkt zwischen Europa und dem Nahen Osten. Für NRW-Betriebe, die international wachsen wollen, gilt der Marktzugang in die Türkei als strategisch attraktiv.

Auch interessant  Mittelstand aus Borken und Coesfeld trifft Wüst im Landtag

Die auf der Konferenz geschlossenen Vereinbarungen können Grundlage für langfristige Geschäftsbeziehungen sein. Ob davon auch der Mittelstand profitiert, hängt von den konkreten Inhalten ab.

Fazit

Wüsts Istanbul-Reise steht für den Anspruch, NRWs wirtschaftliche Verbindungen in die Türkei auszubauen. Die unterzeichneten Vereinbarungen sind ein erster messbarer Schritt. Für den nordrhein-westfälischen Mittelstand bleibt offen, welche davon in konkrete Aufträge und Kooperationen münden. Die historische Verbindung zwischen NRW und der Türkei ist dabei mehr als Kulisse. Sie ist ein reales wirtschaftliches und gesellschaftliches Fundament.

Ähnliche Artikel

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"