Handwerk

NRW zahlt 2.500 Euro für den Handwerksmeister

Nordrhein-Westfalen setzt auf finanzielle Anreize, um mehr Handwerker zur Meisterausbildung zu bewegen. Seit dem 1. Juli 2023 zahlt das Land eine Meisterprämie in Höhe von 2.500 Euro. Das Programm ist Teil der Fachkräfteoffensive des Landes. Bereits mehr als 5.000 Prämien wurden ausgezahlt.

Was hinter der Förderung steckt

Die Meisterprämie NRW richtet sich an alle, die ihre Meisterprüfung im Handwerk erfolgreich abgelegt haben. Voraussetzung ist ein Hauptwohnsitz in Nordrhein-Westfalen zum Zeitpunkt der Prüfung. Der Abschluss muss ab dem 1. Juli 2023 erworben worden sein.

Die Prämie gilt für Gewerke der Anlage A und der Anlage B 1 zur Handwerksordnung. Das umfasst sowohl zulassungspflichtige Berufe mit Meisterpflicht als auch zulassungsfreie Berufe. Jede Person erhält die Förderung nur einmal. Wer bereits in einem anderen Bundesland eine vergleichbare Prämie bezogen hat, geht leer aus.

Beantragt wird die Prämie bei der Landes-Gewerbeförderungsstelle des nordrhein-westfälischen Handwerks, kurz LGH. Auch im Jahr 2026 können wieder Anträge gestellt werden.

Handwerkskammern begrüßen das Signal

Berthold Schröder, Präsident der Handwerkskammer Dortmund, sieht in der Prämie einen wichtigen Schritt. Die Meisterausbildung werde im Vergleich zu einem Studium noch immer überwiegend privat finanziert. Das sei eine erhebliche finanzielle Belastung für die Betroffenen.

Die Prämie leiste daher einen konkreten Beitrag zur Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung. Dieser Punkt ist für das Handwerk seit Jahren ein zentrales Anliegen. Wer einen Meister macht, investiert viel Zeit und Geld. Das Land erkennt das nun finanziell an.

Wachsende Zahl neuer Meister in NRW

Parallel zum Start der Förderung ist die Zahl der neu ausgebildeten Meisterinnen und Meister in NRW gestiegen. Ein direkter Zusammenhang ist naheliegend, auch wenn weitere Faktoren eine Rolle spielen können. Die Handwerkskammern in NRW werten das als positives Signal.

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Für viele Absolventen ist die Prämie mehr als ein symbolischer Betrag. Manche haben die 2.500 Euro bereits bei der Finanzierung der Ausbildung einkalkuliert. Andere nutzen das Geld als Startkapital für die Selbstständigkeit.

Brücke in die Selbstständigkeit

Der Weg in die eigene Werkstatt oder den eigenen Betrieb beginnt oft direkt nach dem Meisterabschluss. Gerade in dieser Phase zählt jeder Euro. Die Prämie kann hier eine erste Grundlage schaffen. Das Land will damit Gründungen im Handwerk gezielt stärken.

Nordrhein-Westfalen ist mit rund 190.000 Handwerksbetrieben eines der bedeutendsten Handwerksländer in Deutschland. Der Fachkräftemangel ist dabei eine der größten Herausforderungen der Branche. Gut ausgebildete Meister sind das Fundament vieler dieser Betriebe.

Fazit

Die Meisterprämie NRW ist ein konkretes Förderinstrument mit klarer Zielgruppe. 2.500 Euro sind kein Vermögen, aber ein deutliches Signal des Landes. Mehr als 5.000 ausgezahlte Prämien zeigen, dass das Programm angenommen wird. Wer 2026 seinen Meister abschließt, sollte den Antrag bei der LGH fest einplanen.

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