Unternehmen aus NRW

Ormazabal investiert über 10 Mio. Euro in Krefelder Standort

Krefeld festigt seinen Ruf als internationaler Unternehmensstandort. Der spanische Hersteller von Mittelspannungstechnik, Ormazabal, baut im Industriepark Fichtenhain seine neue Europa-Zentrale. Mehr als zehn Millionen Euro fließen in das Projekt. Das Grundstück umfasst zunächst über 12.000 Quadratmeter.

Krefeld Business wirbt persönlich in Bilbao

Wirtschaftsdezernent Eckart Preen reiste mit einer Delegation von Krefeld Business zum spanischen Mutterkonzern Velatia. Das Treffen fand im Stammhaus in Bilbao statt. Ziel war es, die Partnerschaft zu vertiefen und das Investitionsvorhaben zu begleiten. Solche persönlichen Besuche sind fester Bestandteil der Wirtschaftsförderung Krefelds.

Oberbürgermeister Frank Meyer hatte die Stadt zuletzt auf der Expo Real in München vertreten. Die Hansestadt setzt konsequent auf direkte Kontaktpflege mit internationalen Investoren.

Fichtenhain: Magnet für internationale Konzerne

Der Industriepark Fichtenhain hat eine lange Geschichte als Standort für Europazentralen. Bereits 1989 eröffnete der japanische Werkzeugmaschinenhersteller Okuma dort sein erstes europäisches Gebäude. Der chinesische Baumaschinenkonzern XCMG betreibt seit fast zehn Jahren ein Forschungszentrum und seine Europa-Zentrale in Fichtenhain. Canon hat in Krefeld seine Deutschland-Zentrale angesiedelt.

Ormazabal reiht sich in diese Liste ein. Das Unternehmen bezeichnet den neuen Standort als Herzstück seiner industriellen Strategie für Zentraleuropa. Das ist eine klare Aussage über die strategische Bedeutung des Krefelder Projekts.

Vorgeschichte: Stellenabbau und Neustart

Das Verhältnis zwischen Ormazabal und Krefeld ist nicht ohne Brüche. Das Unternehmen hatte zuletzt 70 Stellen am Standort abgebaut. Damit wurde eine seit den 1990er-Jahren stabile Personalentwicklung unterbrochen. Damals war bereits die Lackiererei geschlossen worden.

Die Investition in die neue Europa-Zentrale markiert dennoch einen Neuanfang. Über 10 Millionen Euro sind eine deutliche Ansage. Der Konzern bekennt sich damit langfristig zum Standort Krefeld.

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Standortwettbewerb bleibt scharf

Krefeld konkurriert mit vielen anderen Städten in NRW um internationale Unternehmensansiedlungen. Der Industriepark Fichtenhain bietet dabei strukturelle Vorteile: gute Verkehrsanbindung, gewachsene Infrastruktur und eine Konzentration internationaler Firmen. Diese Nähe zu gleichgesinnten Unternehmen wirkt als Anziehungspunkt.

Wirtschaftsdezernent Preen und Krefeld Business setzen auf eine aktive Außenwirtschaftspolitik. Delegationsreisen nach Bilbao, München oder Japan gehören zum Standardrepertoire. Der persönliche Kontakt soll Vertrauen schaffen und Investitionen sichern.

Fazit

Die Ansiedlung der Ormazabal-Europazentrale in Fichtenhain ist ein Erfolg für den Wirtschaftsstandort Krefeld. Über 10 Millionen Euro Investitionsvolumen, 12.000 Quadratmeter Fläche und die strategische Bedeutung für den Mutterkonzern Velatia sprechen eine klare Sprache. Krefeld beweist erneut, dass der Industriepark Fichtenhain internationalen Unternehmen das bietet, was sie suchen.

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