Peter Greven: Chemiewerk in der Eifel setzt auf Ökostrom
Hinweis: Das Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erzeugt.
Ein Chemieunternehmen aus der Eifel modernisiert seine Energieversorgung. Peter Greven aus Bad Münstereifel-Iversheim im Kreis Euskirchen will künftig Dampf aus grünem Strom erzeugen und sich damit schrittweise von fossilen Energieträgern in der Produktion verabschieden.
Vom Seifenkocher zum Spezialchemiker
Die Geschichte des Unternehmens reicht weit zurück. Vor mehr als 100 Jahren gründete Peter Greven in Bad Münstereifel eine Seifenfabrik. Aus diesem kleinen Betrieb wurde ein international aufgestelltes Unternehmen. Heute ist Peter Greven ein führender Hersteller oleochemischer Additive und beliefert Kunden aus der chemischen Industrie weltweit.
Der Stammsitz liegt in Bad Münstereifel-Iversheim im Kreis Euskirchen, bekannt für seine nahezu vollständig erhaltene mittelalterliche Stadtmauer.
Das Unternehmen betreibt mehrere internationale Standorte, darunter eine Niederlassung im niederländischen Venlo. Dort nahm Peter Greven zuletzt eine neue Granulatanlage für staubfreie Stearate in Betrieb.
Rückschlag durch die Flutkatastrophe
Im Sommer 2021 traf das Hochwasser auch den Standort Bad Münstereifel hart. Die Produktion kam zeitweise zum Erliegen. Fast drei Monate dauerte es, bis die Produktionskapazität wieder vollständig hergestellt war.
Schritt für Schritt wurde der Betrieb wieder hochgefahren. Im Oktober 2021 meldete das Unternehmen Vollbetrieb.
Grüner Dampf als nächster Schritt
Peter Greven plant, die Dampferzeugung am Standort Bad Münstereifel auf grünen Strom umzustellen. Dampf ist in der chemischen Produktion ein zentrales Betriebsmittel für Erhitzungs- und Verarbeitungsprozesse.
Bislang wird dieser Dampf häufig durch fossile Brennstoffe erzeugt. Die Umstellung auf Strom aus erneuerbaren Quellen kann den CO2-Fußabdruck der Produktion deutlich senken. Für einen Chemiestandort dieser Größe ist das technisch und wirtschaftlich eine erhebliche Investition.
Klimaziele als Wettbewerbsfaktor
Kunden aus der Chemie- und Konsumgüterbranche stellen höhere Anforderungen an die Nachhaltigkeit ihrer Lieferanten. Wer seinen CO2-Ausstoß nicht dokumentieren und reduzieren kann, verliert Aufträge.
Für Peter Greven als Zulieferer der chemischen Industrie ist die Umstellung auf grünen Strom auch eine strategische Entscheidung, mit der sich das Unternehmen als klimabewusster Partner positioniert.
Investitionen trotz schwieriger Rahmenbedingungen
Die Entscheidung fällt in ein wirtschaftlich angespanntes Umfeld. Energiepreise, Rohstoffkosten und regulatorische Anforderungen belasten viele mittelständische Chemieunternehmen in NRW. Peter Greven investiert dennoch in die Modernisierung seiner Infrastruktur.
Bad Münstereifel und die Region Euskirchen haben damit einen Arbeitgeber, der langfristig plant und in lokale Produktionskapazitäten investiert.
Tradition und Transformation
Peter Greven ist seit mehr als einem Jahrhundert in Iversheim verwurzelt und international wettbewerbsfähig. Die geplante Umstellung auf grünen Dampf ist ein konkreter Schritt, um als Lieferant der Industrie weiter gefragt zu bleiben.



