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Recycling-Beton in Epe: EcoBau setzt auf Bauschutt statt Naturstein

Hinweis: Das Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erzeugt.

In Epe, einer Gemeinde im Kreis Steinfurt in Nordrhein-Westfalen, entsteht ein Wohnhaus ohne mineralische Primärrohstoffe im Beton. Die EcoBau GmbH setzt dabei auf Betonerzeugnisse, die ausschließlich aus recyceltem Material bestehen. Naturstein kommt nicht zum Einsatz. Das Projekt gilt als Pilotvorhaben für die Baubranche.

Was steckt hinter dem Projekt in Epe?

Die EcoBau GmbH hat ein Bauprojekt gestartet, das in Deutschland so bisher nicht realisiert wurde. Alle Betonerzeugnisse bestehen aus aufbereitetem Bauschutt, Natursteinzuschläge werden zu 100 Prozent ersetzt. Das ist technisch anspruchsvoll und baurechtlich noch immer nicht selbstverständlich.

Beton ist der meistverwendete Baustoff der Welt. Er verbraucht enorme Mengen an mineralischen Rohstoffen wie Kies und Sand, die weltweite Nachfrage treibt die Preise. Gleichzeitig fallen in Deutschland jährlich Millionen Tonnen Bauschutt an. Recycling-Beton, auch R-Beton genannt, setzt genau hier an.

Recycling-Beton: Technik und Grenzen

Wie funktioniert R-Beton?

Bei der Herstellung von Recycling-Beton wird abgerissenes Baumaterial aufbereitet. Der gewonnene Bauschutt ersetzt die mineralischen Zuschläge im neuen Beton. Große Bauunternehmen wie Strabag setzen R-Beton bereits bei einzelnen Projekten ein, bisher aber meist nur mit einem Teilanteil an recyceltem Material.

Das Projekt in Epe geht weiter: Hier wird der Natursteinanteil vollständig durch Recyclingmaterial ersetzt.

Ist Recycling-Beton stabil genug?

R-Beton kann die Anforderungen im Wohnungsbau erfüllen. Die Druckfestigkeit ist vergleichbar mit herkömmlichem Beton. Allerdings gibt es Einschränkungen bei der Wasseraufnahme und der Dauerhaftigkeit unter bestimmten Umgebungsbedingungen. In Deutschland setzte sich die Technologie bislang trotz grundsätzlicher Eignung nur langsam durch.

Ein Grund sind die strengen deutschen Bauvorschriften. Die Zulassung von R-Beton für tragende Bauteile war lange eingeschränkt. Erst schrittweise öffnet sich das Regelwerk für recycelte Materialien.

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EcoBau will Vorreiter werden

Die EcoBau GmbH versteht ihr Projekt in Epe als Signal an die Branche. Das Unternehmen will zeigen, dass Wohnungsbau und Ressourcenschonung kein Widerspruch sind. Ziel ist kein Forschungsprojekt, sondern ein reales Wohngebäude unter realen Bedingungen.

Für den Mittelstand in der Baubranche ist das relevant. Handwerksbetriebe und kleinere Bauunternehmen verfolgen solche Pilotprojekte, weil sie mitbestimmen, welche Materialien künftig verfügbar sind und was auf Baustellen tatsächlich funktioniert.

Kosten und Wirtschaftlichkeit

Eine zentrale Frage bleibt die Wirtschaftlichkeit. Recycling-Beton ist in der Herstellung nicht automatisch günstiger als konventioneller Beton. Die Aufbereitung von Bauschutt kostet Energie und Logistik. Ob die eingesparten Rohstoffkosten diese Aufwände ausgleichen, hängt von Standort, Verfügbarkeit und Projektgröße ab.

Langfristig könnte sich das Bild verschieben. Die Preise für Primärrohstoffe bleiben ein Unsicherheitsfaktor. Wer heute in Recyclingtechnologien investiert, sichert sich gegen künftige Preissteigerungen ab.

Fazit

Recycling-Beton ohne Natursteinzusatz ist technisch möglich. Die EcoBau GmbH will das mit einem realen Gebäude belegen. Ob die Baubranche in NRW daraus eine breitere Praxis entwickelt, wird sich in den kommenden Jahren zeigen.

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