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Regiobahn wird Lernpartner: Mettmann vernetzt Schule und Betrieb

Zwei neue Kooperationsverträge, zwei Schulen, ein Unternehmen: Die Regiobahn Fahrbetriebsgesellschaft mbH ist ab sofort offizieller Lernpartner der Gesamtschule Mettmann und des Heinrich-Heine-Gymnasiums Mettmann. Die Vereinbarungen wurden im Rahmen des Kooperationsnetzes Schule-Wirtschaft unterzeichnet. Träger des Netzwerks sind der Kreis Mettmann und die IHK Düsseldorf.

Ein Netzwerk mit langer Geschichte

Das Kooperationsnetz Schule-Wirtschaft, kurz KSW, gibt es seit dem Jahr 2002. Damals rief die Wirtschaftsförderung des Kreises Mettmann das Programm gemeinsam mit der IHK Düsseldorf ins Leben. Heute liegt die Koordination beim Regionalen Bildungsbüro im Amt für Schule und Bildung.

Die Bilanz nach mehr als zwei Jahrzehnten ist beachtlich. Rund 70 Prozent der weiterführenden Schulen im Kreis Mettmann sind inzwischen Teil des Netzwerks. Mit den beiden neuen Partnerschaften wächst das Netz weiter.

Landrat Thomas Hendele und IHK-Hauptgeschäftsführer Gregor Berghausen unterstrichen bei der Unterzeichnung die Bedeutung der Zusammenarbeit. Ziel ist es, Jugendliche frühzeitig mit der Arbeitswelt in Kontakt zu bringen. Der Einstieg in die Lernpartnerschaft beginnt bereits ab Klasse 5.

Was die Schülerinnen und Schüler erwartet

Die Kooperationen sind auf langfristige Zusammenarbeit angelegt. Schülerinnen und Schüler sollen praxisnahe Einblicke in den Berufsalltag bei der Regiobahn erhalten. Das Unternehmen betreibt den Schienennahverkehr in der Region und ist ein relevanter Arbeitgeber im Kreis Mettmann.

Konkret geht es darum, den Übergang von der Schule in den Beruf zu erleichtern. Berufsorientierung steht dabei im Mittelpunkt. Betriebsbesichtigungen, Projektarbeiten und direkte Kontakte zu Fachkräften sind typische Elemente solcher Lernpartnerschaften im KSW-Rahmen.

Fachkräftesicherung als Triebkraft

Für die Regiobahn ist das Engagement kein Selbstzweck. Unternehmen in NRW suchen qualifizierten Nachwuchs. Wer früh in Schulen präsent ist, erhöht seine Chancen, künftige Auszubildende zu gewinnen. Das KSW bietet genau diesen strukturierten Rahmen.

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Kreis und IHK setzen damit auf ein bewährtes Modell. Schulen profitieren von Praxisnähe. Unternehmen gewinnen Sichtbarkeit bei der nächsten Generation. Beide Seiten schließen dafür eigenständige Vereinbarungen ab, wie es auch bei den beiden neuen Mettmanner Partnerschaften der Fall ist.

Modell mit Vorbildcharakter für die Region

Das KSW im Kreis Mettmann gilt als eines der etablierten Schule-Wirtschaft-Netzwerke in Nordrhein-Westfalen. Die Struktur ist klar: Schulen und Unternehmen schließen bilaterale Verträge. Der Kreis und die IHK begleiten und koordinieren den Prozess.

Ähnliche Kooperationen existieren bereits mit anderen Unternehmen im Kreis. So gehören etwa die Gesamtschule Haan und weitere Schulen dem Netzwerk an. Auch technisch orientierte Arbeitsgemeinschaften an Berufsschulen wie dem GLW Velbert sind Teil des Systems.

Die neuen Vereinbarungen mit der Regiobahn zeigen: Das Modell funktioniert auch für Unternehmen aus dem Bereich des öffentlichen Nahverkehrs. Nicht nur Industrie und Handwerk nutzen das Netzwerk, sondern auch Dienstleister mit regionalem Bezug.

Fazit

Der Kreis Mettmann und die IHK Düsseldorf bauen ihr Schule-Wirtschaft-Netzwerk konsequent aus. Die neuen Partnerschaften mit der Regiobahn sind ein weiterer Schritt. Für die Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule und des Heinrich-Heine-Gymnasiums bedeutet das: frühere und direktere Begegnung mit der Arbeitswelt. Für die Regiobahn bedeutet es Zugang zu potenziellem Nachwuchs. Das ist kein schlechter Deal für beide Seiten.

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