Rewe Bottrop: Bergbau-Konzept soll zweite Filiale prägen
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In Bottrop trägt ein Supermarkt das Ruhrgebiet im Namen und jetzt auch in der Einrichtung. Die Rewe-Filiale an der Horster Straße 247 wurde im Bergbau-Stil umgebaut und am 26. August 2025 wiedereröffnet. Betreiberin Kathrin Gödecke führt seit 2017 zwei Rewe-Standorte in Bottrop und Kirchhellen. Nun stellt sich die Frage: Folgt der zweite Standort demselben Konzept?
Ruhrpott-Charme als Verkaufskonzept
Der Standort an der Horster Straße liegt direkt am Tetraeder, einem der bekanntesten Wahrzeichen des Ruhrgebiets. Die Nähe zur Industriekultur hat die Betreiberin bewusst genutzt. Die Inneneinrichtung erinnert an eine Zeche: Materialien, Gestaltung und Atmosphäre greifen das Bergbau-Erbe der Region auf.
Kathrin Gödecke beschreibt das Konzept schlicht so: Mehr Ruhrgebiet geht nicht. Der Umbau war aufwendig. Ende Mai 2023 schloss der Markt für die Bauarbeiten. Die Wiedereröffnung folgte nach mehrmonatiger Pause im Sommer 2025.
Planung für den zweiten Standort
Das Unternehmen hat sich gegenüber der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung zu möglichen Plänen für den zweiten Bottroper Standort geäußert. Details zu Zeitplan und Konzeption sind bislang nicht vollständig bekannt. Das Bergbau-Design des ersten Standorts kam bei Kunden gut an.
Gödecke ist Vorsitzende des IHK-Regionalausschusses und damit als Unternehmerin wie als Interessenvertreterin des lokalen Handels aktiv.
Selbstständige Rewe-Kaufleute als Treiber regionaler Konzepte
Rewe betreibt einen Teil seiner Filialen über selbstständige Kaufleute. Diese können Konzepte und Einrichtung in gewissem Rahmen eigenständig gestalten. Das Modell erlaubt regionale Anpassungen, wie das Bottroper Beispiel zeigt.
Regionale Identität wird im Einzelhandel als Wettbewerbsvorteil eingesetzt. Im Ruhrgebiet, wo der Strukturwandel das Erscheinungsbild der Städte stark verändert hat, suchen viele Unternehmen den Anschluss an die industrielle Geschichte.
Bottrop als Standort mit Geschichte
Bottrop gehörte bis in die jüngere Vergangenheit zu den aktiven Bergbaustandorten in NRW. Die letzte Zeche der Stadt schloss 2018. Seitdem sucht die Stadt nach neuen wirtschaftlichen Impulsen. Projekte wie das Rewe-Konzept greifen diese Identität auf, ohne sie zu musealisieren.
Der Tetraeder auf der Halde Beckstraße zieht Besucher aus der gesamten Region an. Die direkte Nachbarschaft des Supermarkts zu diesem Wahrzeichen ist kein Zufall. Der Standort profitiert von der Bekanntheit des Ortes.
Fazit
Das Bergbau-Konzept der Rewe-Filiale in Bottrop zeigt, wie ein mittelständischer Einzelhändler regionale Identität als Markenprofil nutzt. Ob der zweite Standort folgt, ist bislang offen.



