Rhein-Energie: 17.500 Solarmodule für Köln-Rondorf
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Köln bekommt seinen bislang größten Solarpark. Rhein-Energie errichtet im Stadtteil Rondorf eine Freiflächen-Photovoltaikanlage mit einer Spitzenleistung von 10,5 Megawatt-peak. Der Kölner Energieversorger weicht damit von seinem bisherigen Ansatz ab: Statt auf Dachflächen setzt das Unternehmen nun auf großflächige Anlagen auf dem Boden.
10,5 Hektar zwischen Autobahn und Stadtrand
Die Anlage entsteht auf einer Fläche von 10,5 Hektar, was etwa 14 Fußballfeldern entspricht. Das Gelände liegt zwischen der Autobahn A 555 und dem Stadtteil Rondorf und wurde bisher landwirtschaftlich genutzt.
Rhein-Energie verbaut dort rund 17.500 Solarmodule. Nach Fertigstellung soll die Anlage rund 3.000 Haushalte mit Strom versorgen. Es wäre das größte Solarprojekt, das Rhein-Energie bislang auf Kölner Stadtgebiet realisiert.
Freifläche statt Dach: Ein strategischer Kurswechsel
Rhein-Energie hat in der Vergangenheit vor allem Dachflächen für Solaranlagen genutzt. Freiflächen-Photovoltaik auf Stadtgebiet war bisher die Ausnahme.
Der Standort an der A 555 eignet sich für solche Anlagen. Die Lärmbelastung macht eine landwirtschaftliche Nutzung dort oft unwirtschaftlich, während eine Nutzung als Solarfläche wirtschaftlich sinnvoller sein kann.
Baugenehmigung als nächster Schritt
Die Bauarbeiten können erst beginnen, wenn die Stadt Köln die Baugenehmigung erteilt. Rhein-Energie wartet derzeit auf diesen Bescheid. Sobald er vorliegt, soll der Bau in den kommenden Monaten starten.
Bedeutung für die Kölner Energieversorgung
Eine Anlage mit 10,5 Megawatt-peak ist für eine Großstadt wie Köln kein kleines Projekt. Eine typische Dachanlage auf einem Einfamilienhaus leistet 5 bis 15 Kilowatt-peak; Rondorf liegt damit um ein Vielfaches höher.
Für Rhein-Energie ist das Projekt Teil des Ausbaus erneuerbarer Energien im eigenen Versorgungsgebiet. Der Versorger gehört mehrheitlich der Stadt Köln und steht wie viele kommunale Versorger unter Druck, den Anteil selbst erzeugten Ökostroms zu erhöhen.
Landwirtschaftliche Fläche wird umgewidmet
Die Umwidmung landwirtschaftlicher Flächen für Solarparks ist nicht unumstritten. Kritiker bemängeln den Verlust von Ackerflächen. Befürworter verweisen darauf, dass Flächen an Autobahnen ohnehin eingeschränkt nutzbar sind.
Im Fall Rondorf liegt das Gelände direkt an der viel befahrenen A 555. Eine intensive landwirtschaftliche Nutzung ist dort durch Lärm und Abgase begrenzt. Rhein-Energie nutzt diese Randlage gezielt für das Projekt.
Ausblick
Mit dem Solarpark in Rondorf plant Rhein-Energie 17.500 Module auf 10,5 Hektar, die Strom für 3.000 Haushalte liefern sollen. Ob das Projekt als Vorlage für weitere Standorte im Kölner Stadtgebiet dient, wird sich zeigen, sobald die Baugenehmigung erteilt ist und der Bau beginnt.


