Rheinisches Revier setzt auf GreenTech als Wirtschaftsmotor
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Das Rheinische Revier will seinen Anspruch als Innovationsstandort ausbauen. Mit einer neuen GreenTech-Leitmesse soll die Region zum Treffpunkt für Umwelttechnologie und nachhaltige Wirtschaft werden. Das Land Nordrhein-Westfalen treibt diesen Kurs voran.
Von der Braunkohle zur Grünen Technologie
Das Rheinische Revier ist Deutschlands größte Braunkohleregion. Der Ausstieg aus der Kohleverstromung zwingt die Region zu einem tiefgreifenden Wandel. Politik und Wirtschaft setzen dabei auf Umwelttechnologie als neues Leitthema.
Die neue GreenTech-Leitmesse soll diesen Prozess beschleunigen und Unternehmen, Forschungseinrichtungen sowie Investoren in der Region zusammenbringen. Das Ziel: Das Revier als zukunftsfähigen Wirtschafts- und Innovationsstandort etablieren.
Wo früher Bagger die Flächen beanspruchten, entstehen nun Areale für neue Industrien. Die Region hat Infrastruktur, Fachkräfte und politischen Rückhalt für diesen Kurs.
Fördermittel stärken die Forschung
Der Strukturwandel wird mit erheblichen Mitteln unterstützt. Aus dem Investitionsgesetz Kohleregionen fließen Gelder in das Förderprogramm „Industrielle Gemeinschaftsforschung“. Damit werden rund 60 Forschungs- und Entwicklungsprojekte im Rheinischen Revier finanziert.
Parallel entwickelt sich die Region zur Modellregion für Bioökonomie. Wo noch Braunkohle abgebaut wird, entstehen Konzepte für biobasiertes Wirtschaften. Das Bioeconomy Science Center koordiniert diese Arbeit wissenschaftlich.
Wasserwirtschaft als Zukunftsthema
Ein weiteres Schwerpunktthema ist die Wasserwirtschaft. Städte und Regionen stehen vor der Aufgabe, sich an Starkregen, Hochwasser und Hitze anzupassen. GreenTech-Veranstaltungen wie das Format „60 Min:GreenTech.Ruhr“ greifen diese Fragen auf.
Wasser als Motor einer gesunden Stadt- und Landschaftsentwicklung: Dieses Thema verbindet Umwelttechnik mit konkretem kommunalen Bedarf. Für mittelständische Unternehmen aus der Wasserwirtschaft ergeben sich hier Geschäftsmöglichkeiten.
Chancen für den Mittelstand
Die neue Leitmesse richtet sich ausdrücklich auch an kleine und mittlere Unternehmen. Viele GreenTech-Innovationen kommen nicht aus Konzernen, sondern aus spezialisierten KMU.
Das Land NRW schafft mit dem Beteiligungsportal „Beteiligung NRW“ zusätzliche Transparenz. Unternehmen können sich dort über laufende Förder- und Beteiligungsverfahren informieren, was den Einstieg in öffentlich geförderte Projekte erleichtern soll.
Auch der Ideenwettbewerb „Mit Tatkraft“ des NRW-Umweltministeriums zielt auf bürgerschaftliche und unternehmerische Initiativen. Naturschutz, Kulturarbeit und nachhaltige Vereinsprojekte können gefördert werden.
Wissenschaft und Praxis verzahnen
Der NRW Doktorandentag „Zukunft Bioökonomie“ findet am 15. Oktober 2026 im Dorint Hotel in Düsseldorf statt. Promovierende und externe Experten aus dem Umfeld des Rheinischen Reviers stellen ihre Arbeiten vor. Solche Formate verbinden Wissenschaft mit regionaler Wirtschaftspraxis.
Unternehmen können dort Kontakte zu Forschern knüpfen. Kooperationen zwischen KMU und Hochschulen gelten als bewährtes Mittel, um Innovationen in den Markt zu bringen.
Strukturwandel braucht konkrete Ankerpunkte
Die neue GreenTech-Leitmesse ist ein Signal: Das Rheinische Revier begreift den Kohleausstieg als wirtschaftliche Chance. Der Mittelstand kann davon profitieren, wenn er frühzeitig in Netzwerke und Förderprogramme einsteigt. Für NRW-Unternehmen aus den Bereichen Umwelttechnik, Wasserwirtschaft und Bioökonomie lohnt der Blick in die Region.



