Selenskyj ehrt NRW-Ministerin Neubaur in Kiew
Kiew, Ende Mai 2026: Ukraines Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Nordrhein-Westfalens Wirtschaftsministerin Mona Neubaur persönlich ausgezeichnet. Er verlieh ihr den Orden der Fürstin Olga. Die Auszeichnung gilt als eine der höchsten zivilen Ehrungen, die die Ukraine vergeben kann.
Eine Ehrung mit symbolischer Bedeutung
Der Orden der Fürstin Olga trägt den Namen einer der bedeutendsten Herrscherinnen der frühen ukrainischen Geschichte. Die Ordensdekoration besteht aus einer Medaille mit dem Bildnis der Fürstin Olga von Kiew. Vier rechteckige Amethyste und ein aufwendiges Ornament umgeben die Medaille.
Die Ukraine verleiht diesen Orden an Persönlichkeiten, die sich besonders um das Land verdient gemacht haben. Selenskyj überreichte die Auszeichnung im Rahmen eines Treffens in Kiew. Neubaur reiste dafür persönlich in die ukrainische Hauptstadt.
Neubaur ist nicht die erste Politikerin, die diese Ehrung erhält. Selenskyj verlieh den Orden der Fürstin Olga bereits an andere europäische Politikerinnen, die sich für die Ukraine eingesetzt haben.
NRW als starker Partner der Ukraine
Nordrhein-Westfalen hat seit Beginn des russischen Angriffskriegs im Februar 2022 enge Beziehungen zur Ukraine aufgebaut. Als bevölkerungsreichstes deutsches Bundesland hat NRW Hunderttausende ukrainische Geflüchtete aufgenommen. Gleichzeitig engagiert sich das Land beim wirtschaftlichen Wiederaufbau der Ukraine.
Neubaur ist als stellvertretende Ministerpräsidentin und Wirtschaftsministerin eine der zentralen politischen Figuren in Düsseldorf. Ihre Partei, die Grünen, regiert in NRW seit 2022 gemeinsam mit der CDU unter Ministerpräsident Hendrik Wüst.
Das Engagement von NRW für die Ukraine beschränkt sich nicht auf humanitäre Hilfe. Das Bundesland unterstützt auch den wirtschaftlichen Wiederaufbau. Dabei geht es um Infrastruktur, Energie und die Beteiligung mittelständischer Unternehmen aus NRW.
Chancen für den NRW-Mittelstand
Der Wiederaufbau der Ukraine ist auch für Unternehmen in Nordrhein-Westfalen ein Thema. Handwerksbetriebe, Bauunternehmen und Hersteller von Maschinen und Anlagen sehen dort langfristige Geschäftsmöglichkeiten. Die Landesregierung begleitet diese Bestrebungen auf politischer Ebene.
NRW ist ein Industrieland mit starker mittelständischer Basis. Unternehmen aus der Metall- und Elektroindustrie, dem Bauwesen und der Energietechnik könnten beim Aufbau ukrainischer Infrastruktur eine Rolle spielen. Entsprechende Netzwerke und Partnerschaften werden bereits aufgebaut.
Neubaur hatte in ihrer Dankesrede nach Berichten ein klares Bekenntnis zur weiteren Unterstützung der Ukraine abgegeben. Ihr Einsatz, so wurde die Übergabe des Ordens beschrieben, sei für die Ukraine weit mehr als symbolische Politik gewesen.
Fazit
Die Auszeichnung von Mona Neubaur durch Selenskyj in Kiew ist ein deutliches Signal. Sie unterstreicht, dass NRW in der Ukraine als verlässlicher Partner wahrgenommen wird. Für den NRW-Mittelstand könnte dieses politische Kapital langfristig auch wirtschaftliche Bedeutung haben. Der Wiederaufbau der Ukraine wird Jahre dauern. Die Weichen für eine engere Zusammenarbeit werden jetzt gestellt.