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Supreme Court stärkt Bayer: Glyphosat-Klagewelle verliert Grundlage

Bayer hat vor dem Supreme Court der Vereinigten Staaten gewonnen. Das höchste US-Gericht entschied, dass Bundesbehörden-Vorgaben Vorrang vor dem Recht einzelner Bundesstaaten haben. Damit verlieren Tausende Glyphosat-Klagen gegen den Leverkusener Pharma- und Agrarkonzern ihre rechtliche Grundlage. Die Bayer-Aktie reagierte prompt: Sie legte mehr als 18 Prozent zu.

Worum es in dem Streit geht

Glyphosat ist der Wirkstoff im Unkrautvernichter Roundup. Kläger in den USA warfen Bayer vor, nicht ausreichend vor Krebsrisiken gewarnt zu haben. Die Klagen stützten sich auf Regelungen einzelner Bundesstaaten. Diese schrieben zusätzliche Warnhinweise vor, die über die Zulassung der US-Bundesbehörde EPA hinausgingen.

Genau hier setzt das Urteil des Supreme Court an. Die Richter stellten klar: Bundesrecht bricht Staatsrecht. Wer die Auflagen der nationalen Zulassungsbehörde erfüllt, kann nicht nach abweichendem Staatsrecht verurteilt werden. Für Bayer ist das ein struktureller Erfolg. Er betrifft nicht nur einen einzelnen Fall, sondern das gesamte Klagefundament.

Milliardenlast auf dem Prüfstand

Bayer hatte den Agrochemiekonzern Monsanto im Jahr 2018 übernommen. Mit dem Kauf übernahm Bayer auch das juristische Erbe von Monsanto. Seitdem kämpft der Konzern in den USA gegen eine massive Klagewelle. Die Zahl der anhängigen Verfahren ging in die Tausende.

Bereits im Vorfeld hatte es einen weiteren positiven Schritt gegeben. Ein außergerichtlicher Vergleich über 7,25 Milliarden Dollar wird nicht mehr im klägerfreundlichen Bundesstaat Kalifornien geprüft. Auch das verbesserte die Ausgangslage für Bayer deutlich.

Bayer-Chef Bill Anderson sprach davon, dieses Kapitel hinter sich lassen zu wollen. Der Konzern erhofft sich nun, die jahrelange juristische Belastung abschütteln zu können.

Was das Urteil für den Konzernstandort Leverkusen bedeutet

Bayer beschäftigt in Deutschland Zehntausende Mitarbeiter. Der Konzernhauptsitz liegt in Leverkusen. Die juristische Belastung durch die US-Klagen hatte auch hierzulande Spuren hinterlassen: sinkende Kurse, Investitionsunsicherheit, Spekulationen über Konzernumstrukturierungen.

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Mit dem Supreme-Court-Urteil ändert sich die Lage. Anleger bewerteten das Signal klar positiv. Ein Kursanstieg von mehr als 18 Prozent an einem einzigen Handelstag ist für einen DAX-Konzern dieser Größe außergewöhnlich.

Auswirkungen auf Landwirte und Zulieferer

Für den deutschen Mittelstand hat die Entwicklung ebenfalls Bedeutung. Bayer ist ein wichtiger Auftraggeber für Zulieferer, Dienstleister und Forschungseinrichtungen in NRW. Eine stabile Konzernlage stärkt die gesamte Wertschöpfungskette in der Region.

Landwirte in Deutschland und Europa beobachten den Glyphosat-Streit genau. Das Herbizid ist auch hierzulande umstritten. Das US-Urteil betrifft die europäische Zulassungsdebatte nicht direkt. Es dürfte aber die Verhandlungsposition von Bayer gegenüber Behörden weltweit stärken.

Fazit

Das Urteil des Supreme Court ist ein echter Wendepunkt für Bayer. Der Konzern hat jahrelang unter der Klagewelle gelitten. Nun bricht deren Fundament weg. Ob damit alle offenen Verfahren erledigt sind, bleibt offen. Klar ist: Bayer hat in Washington gewonnen. Und das wirkt weit über den Gerichtssaal hinaus.

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