Teichmann aus Essen liefert 450-Tonnen-Kran nach Polen
Ein Portalkran mit 450 Tonnen Traglast verlässt Essen Richtung Polen. Das Familienunternehmen Teichmann hat damit den bisher größten Kran seiner Geschichte gebaut und geliefert. Der Auftrag kommt vom Bau des längsten Eisenbahntunnels in Polen.
Rekordgerät für Polens Tunnelbau
Der neue Portalkran hat eine Traglast von 450 Tonnen. Seine Spannweite beträgt 25,8 Meter. Beide Werte markieren einen neuen Höchststand in der Unternehmensgeschichte von Teichmann.
Der Kran geht nach Lodz. Dort entsteht derzeit Polens längster Eisenbahntunnel. Für ein solches Großprojekt braucht es entsprechend leistungsfähige Geräte. Der Portalkran wird dort für den Auf- und Abbau der Tunnelbohrmaschine eingesetzt.
Dafür wurde der Kran speziell konstruiert. Er verfügt über eine verstellbare Spurweite. Das macht ihn flexibel einsetzbar bei den verschiedenen Bauphasen des Tunnelprojekts. Neben dem Rekordgerät lieferte Teichmann vier weitere Krane an den Standort in Polen.
Essener Spezialist mit europäischer Reichweite
Teichmann ist kein unbekannter Name in der Kranbranche. Die Ralf Teichmann GmbH gilt europaweit als einer der größten Anbieter von Gebraucht-Kranen. Sitz des Unternehmens ist Essen. Schwerpunkt des Geschäfts sind Kranumbauten und Modernisierungen.
Das Unternehmen setzt dabei gezielt auf generalüberholte Teile und gebrauchte Komponenten. Das unterscheidet Teichmann von klassischen Kranneuherstellern. Dieser Ansatz macht das Angebot auch für kostenbewusste Käufer interessant.
Die TeichmannGruppe ist heute ein Zusammenschluss mehrerer selbstständiger Kranbau- und Serviceunternehmen. Sie betreibt 13 Standorte in Deutschland. Standorte gibt es unter anderem in Essen, Mannheim und Erfurt. Mehr als 450 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind dort beschäftigt.
Wachstum durch Übernahme in NRW
Zuletzt hat Teichmann sein Netzwerk weiter ausgebaut. Im März 2026 übernahm das Unternehmen die Kranservice Rhein-Ruhr GmbH. Das familiengeführte Serviceunternehmen wurde vollständig übernommen, alle 13 Beschäftigten wechselten mit.
Für Teichmann ist das eine strategische Entscheidung. Die Präsenz in Nordrhein-Westfalen wird dadurch gestärkt. Gleichzeitig wächst die Kompetenz im Bereich Kranwartung und Prüfung. Das Servicegeschäft umfasst wiederkehrende Wartungen, UVV-Prüfungen sowie Modernisierungen von Kranen aller Fabrikate.
Mit der Integration der Kranservice Rhein-Ruhr GmbH setzt Teichmann auf organisches Wachstum über Zukäufe. Das Unternehmen verfolgt damit eine Strategie, die auf regionale Verankerung und überregionale Reichweite setzt.
Familienunternehmen mit Wachstumskurs
Teichmann ist ein typisches mittelständisches Familienunternehmen aus dem Ruhrgebiet. Der Standort Essen prägt das Unternehmen. Gleichzeitig agiert die Gruppe längst europaweit. Der Auftrag aus Polen zeigt das deutlich.
Die 13 deutschen Standorte sichern die Nähe zu den Kunden im Service. Die internationale Projektarbeit, wie der Kran für Lodz, eröffnet neue Geschäftsfelder. Beides zusammen macht das Geschäftsmodell stabil.
Fazit
Mit dem 450-Tonnen-Portalkran für Polen setzt Teichmann ein klares Signal. Das Essener Mittelstandsunternehmen kann Großprojekte stemmen und liefert technisch anspruchsvolle Lösungen in ganz Europa. Die jüngste Übernahme in NRW und das wachsende Standortnetz zeigen: Das Unternehmen baut konsequent auf Expansion, ohne seine Wurzeln im Ruhrgebiet aufzugeben.



